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Weltwirtschaftskrise

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Heute Amerika, morgen die ganze Welt

Erstmals seit 25 Jahren beobachten wir eine rasante Talfahrt aller großen Volkswirtschaften rund um den Globus. In Amerika wuchs die Wirtschaft im zweiten Quartal 2001 nur um 0,2 %. Allein im verarbeitenden Gewerbe gingen in den vergangenen zwölf Monaten 800.000 Jobs verloren. Amerika bereitet sich auf schwere Zeiten vor. Derzeit leben sie auf pump, d.h. von uns. Amerikaner leben seit 20 Jahren über ihre Verhältnisse, geben entschieden mehr Geld aus, als sie einnehmen. In Deutschland wuchs die Wirtschaft im zweiten Quartal 2001 überhaupt nicht mehr. Seit Januar 2001 hat die Zahl der Arbeitslosen saisonbereinigt um rund 500.000 zugenommen. Bis Ende 2001 meldeten 40.000 Unternehmen Konkurs an. Japan droht eine Katastrophe - wirtschaftlich und sozial. Nichts geht mehr in Japan: Die Industrieproduktion schrumpft, die Bürger kaufen weniger, ihre Aktien fallen und das Bruttoinlandsprodukt sinkt, die Arbeitslosigkeit steigt. Die japanische Wirtschaft nähert sich einem Kollaps. Volkswirte belegen das düstere Szenario mit der jährlichen Deflation von vier Prozent, das rasch auch andere Länder beeinflussen wird. Japans Staatsverschuldung liegt inzwischen bei 30 Billionen Dollar - das Sechsfache des Bruttoinlandproduktes. Dem stehen nur 11 Billionen Dollar an Sicherheiten gegenüber. Die vier größten Bankhäuser Japans haben Außenstände in Höhe von insgesamt 3,7 Billionen Dollar. Würden die Banken die Auslandskredite zurückfordern, könnte dies eine weltweite Rezession auslösen.

Auf die Beschäftigten der Autoindustrie kommen harte Zeiten zu

Meldungen über Werksschließungen sind zu lesen, Hunderttausende von Arbeitsplätzen sollen gestrichen werden, von Milliardenverlusten ist die Rede. Die Autoindustrie, die eben noch Rekordzahlen meldete, fährt mit Vollgas in die Krise. Nach Ansicht von Ökonomen, die sich auf die Analyse langfristiger Trends in der Automobilindustrie spezialisiert haben, wird der Stellenabbau unglaubliche Ausmaße annehmen. In den nächsten Jahren, so seine düstere Vorhersage, werden bei Autokonzernen und Zulieferern weltweit mehr als eine Million Arbeitsplätze wegfallen.

Wo liegen die Ursachen?

Ist der irrationale Manager, die "Niete im Nadelstreifenanzug" schuld an allem? Sind es die Überinvestitionen? Im Vertrauen auf endloses Wachstum erhöhten Unternehmen noch im Jahr 2000 ihre Produktionskapazitäten um weitere 50 Prozent. Keine neue Fabrik war ihnen zu groß und kein Bürogebäude zu hoch. Jedes Gefühl für Disziplin war ihnen abhanden gekommen. Als die Konzernchefs merkten, daß sie von allem zu viel besaßen und hohe Schulden, da schraubten sie flugs ihre Ausgaben zurück. Auf ihre exhibitionistischen Selbstbereicherungen, die selbstgewährten Jahreseinkommen in zweistelliger Millionenhöhe verzichteten sie nicht.

Oder sind die Regierungen einzelner Länder schuld an dem Übel?

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