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Rentenversicherung in Deutschland

Die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland ist als Umlageverfahren organisiert. Das bedeutet: Abgesehen von einer geringen Schwankungsreserve wird kein Kapital gebildet - die Einnahmen der Rentenversicherung werden als Rentenzahlungen direkt an die Rentner weitergegeben. Grundsätzlich unterliegen alle Arbeitnehmer und Auszubildenden der Versicherungspflicht, davon ausgenommen sind Beamte und die meisten Selbstständigen.

Die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung werden durch Beitragszahlungen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern sowie durch Steuermittel des Bundes finanziert. Neben der allgemein bekannten Altersrente gehören zu den Leistungen der gesetzliche Rentenversicherung auch Rentenzahlungen bei Invalidität und im Rahmen der Hinterbliebenenversorgung.

Eine der wichtigsten Voraussetzung für die Stabilität der gesetzlichen Rentenversicherung ist der ausreichende Nachwuchs an Beitragszahlern. Sie finanzieren schließlich die Renten der jeweiligen älteren Generationen (deshalb spricht man auch vom "Generationenvertrag"). Die demographische Entwicklung in Deutschland gefährdet diese Voraussetzung jedoch künftig stark: Das Verhältnis zwischen den mindestens 60-Jährigen und den 20- bis 59-Jährigen wird nämlich von heute knapp 400 zu 1.000 schon am Ende des Jahrzehnts auf rund 530 bis 540 Alte je 1.000 Jüngere steigen. Im Jahr 2050, so die Prognose, beträgt die Relation sogar rund 800 zu 1.000.
Ohne Reform würde es daher zwangsläufig zu einem Anstieg der Beitragssätze kommen. Dies würde aber über steigende Arbeitskosten den Arbeitsmarkt belasten. Um eine derartige Fehlentwicklung zu vermeiden, ist eine Absenkung des Rentenniveaus in Verbindung mit dem Aufbau zusätzlicher kapitalgedeckter Altersvorsorge unvermeidbar. (Quelle: chancenfueralle.de)

Rentenversicherung in der Schweiz

"Ein Tisch auf drei Beinen kann nicht wackeln" - nach diesem Motto besteht die Altersvorsorge in der Schweiz schon seit geraumer Zeit aus gesetzlichen, privaten und betrieblichen Bestandteilen.
Während hierzulande mit der Riester-Rente erst ein Schritt in Richtung private Vorsorge gemacht wurde, sind die Schweizer schon weiter: Seit Einführung des 3-Säulen-Modells steht das Rentensystem der Eidgenossen auf sicheren Beinen. Das Schweizer Modell funktioniert nach dem "Capuccino-Prinzip": Den Kaffee gibt es aus der gesetzlichen Versicherung, die Milch aus der betrieblichen Altersvorsorge, die Schokostreusel aus der privaten Vorsorge.

1. Säule

Die staatliche Grundrente: Alle Schweizer zahlen in diese Versicherung ein, auch Beamte und Selbstständige. Der Beitragssatz beträgt derzeit 9,8 Prozent des Erwerbseinkommens. Die Hälfte davon trägt der Arbeitgeber. Wer mindestens ein Jahr einzahlt, hat Anspruch auf eine Mindestgrundrente von umgerechnet 680 Euro im Monat. Kindererziehungszeiten und Zeiten, in denen hilfsbedürftige Verwandte gepflegt wurden, werden dabei rentensteigernd angerechnet.

2. Säule

Die berufliche Vorsorge (BV): Jeder Arbeitnehmer wird von seinem Arbeitgeber pflichtversichert. Rund fünf Prozent seines Lohns zahlt der Arbeitnehmer ein. Allein daraus ergaben sich 1998 durchschnittliche Rentenansprüche von umgerechnet 1.023 Euro im Monat.

3. Säule

Die private Vorsorge: Sie ist freiwillig, wird aber durch starke Steueranreize gefördert. Sie richtet sich vor allem an Selbstständige, die nicht in der BV versichert sind. Diese können bis zu 20 Prozent ihres Erwerbseinkommens (für Arbeitnehmer und Selbstständige gelten unterschiedliche Obergrenzen) von der Steuer abziehen, wenn sie es für ihre Altersvorsorge anlegen. (Quelle: chancenfueralle.de)

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