www.tadema.de
Afghanistan


Start | Inhalt | Atomkrieg | Autor | Colitis ulcerosa | Buch | Erbrecht

[]

Schrumpf-Partei Deutschland (SPD)

Mitglieder verlieren beide großen Volks-Parteien - doch bei der SPD ist der Minustrend klarer. Ende vergangenen Jahres sei die Zahl der eingeschriebenen Sozialdemokraten nur noch um rund 3200 größer als die der Parteimitglieder bei den Christdemokraten gewesen, berichtete das "Handelsblatt". Ein Jahr zuvor sei der Abstand noch mehr als doppelt so groß gewesen. Damit ist absehbar, daß die CDU die SPD bald überrunden dürfte.

Die SPD muß es nicht geben, sagt der in Frankfurt/Oder lehrende Historiker, Heinz Dieter Kittsteiner. Außer Günter Grass braucht niemand die Sozis.


Amerika und Großbritannien verfolgen einen Kurs, der weltweit nur zur Eskalation von Gewalt und schließlich zu einer Katastrophe führt ... Ich glaube die USA tun dies nicht nur, um das irakische Öl zu kontrollieren, sondern auch, weil die amerikanische Regierung ... zu einem blutrünstigen wilden Tier geworden ist. Ihr Wortschatz ist begrenzt auf das Wort Bomben. Wir wissen, daß viele Amerikaner entsetzt, aber auch scheinbar hilflos über die Haltung ihrer Regierung sind ... Wenn nicht Europa die Solidarität, Intelligenz, den Mut und den Willen findet, das amerikanische Machtstreben herauszufor- dern und ihm zu widerstehen, verdient Europa Alexander Herzens Erklärung "Wir sind nicht die Ärzte. Wir sind die Krankheit". (Harold Pinter)


Sozi für Bundeswehreinsatz im Süden

04.02.2008 | Nach Meinung des SPD-Politikers Hans-Ulrich Klose und der des Ex-Generalinspekteurs der Bundeswehr, Klaus Naumann, müssen Kampfeinsätze der Bundeswehr in ganz Afghanistan möglich sein. Klose, der stellvertretender Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag ist, sagte der Bild-Zeitung: "Deutschland sollte die Quick Reaction Force (QRF) übernehmen und sie stark genug machen, daß sie im Notfall in ganz Afghanistan eingesetzt werden kann - auch im Süden.." Klose und Naumann sind "Atlantiker" [ 5 ], Sprachrohre US-amerikanischer Interessen also, Handlanger der Bush-Administration. Naumann hält Verbindungen mit neokonservativen Kreisen in Übersee.

Was ist bloß aus Deutschland geworden?

02.02.2008 | Eine Lawine der Armut überrollt das Land. Immer mehr Deutsche haben nicht genug zu essen. In diesem Jahr werden so viele Bedürftige wie noch nie auf Lebensmittelspenden angewiesen sein und vor den "Tafeln" Schlange stehen. Die Zahl der Tafel in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht: Der eigene Verband zählt derzeit bundesweit 766 registrierte Tafelstandorte, die Lebensmittel oder warmes Essen ausgeben oder aber soziale Einrichtungen beliefern. Rund 100 mehr als noch ein Jahr zuvor. Mehr als ein Drittel der Bedürftigen sind laut Verband Arbeitslosengeld-II-Empfänger. Zunehmend gehören auch Kinder zu den Kunden: Im vergangenen Jahr betrug ihr Anteil knapp 25 Prozent. Da die Zahl der von Armut betroffenen Kinder und Jugendlichen steigt, werden laut Verband auch immer mehr "Kinder-Tafel" gegründet, um auf die speziellen Bedürfnisse eingehen zu können.

Betroffene sollten sich bei Schröder, Müntefering, Clement und natürlich bei deren SPD bedanken.

Biopolitik

26.07.2005 | Alle Augen schauen auf Hartz, alle reden über Hartz IV, ist wirklich niemandem bewußt, daß der Angriff auf Sozialstaat und Bürgerrechte von Rationalisierern wie McKinsey initiiert wurde. In Deutschland ist die Rede von Lebensmittelarmut, von Hunger überall in Deutschland. Der global vernetze Beraterkonzern McKinsey, der im Zusammenhang mit Massenentlassungen bei DAX-Unternehmen bekannt wurde, hat die Finger in der Suppe sozialer Bewegungen. Ohne McKinsey läuft in der Tafellandschaft nichts. McKinsey ist womöglich der eigentliche Initiator der 'internationalen Tafeln'. McKinsey (New York) fordert die massive Einschränkung von staatlichen Geldtransfers. Statt Geld soll eine warme Mahlzeit - hergerichtet aus Supermarkt-Abfällen und minderwertigen Lebensmittel - an die Bedürftigen verteilt werden. Nach McDonalds Fastfood muß demnächst weltweit mit McKinseys Junk- food für Bedürftige gerechnet werden.

(WestLB) 1700 Beschäftigte sollen entlassen werden

02.02.2008 | Die Beschäftigten sollen das Finanzdesaster nun ausbaden. Die Milliardenverluste der WestLB gehen u.a. auf fehlgeschlagene Spekulationen mit Aktien großer deutscher Unternehmen zurück. Börsenhändler sollen Aktien falsch eingeschätzt haben. Ein weiterer Grund für das Desaster sind Fehlspekulationen mit faulen US-Immobilienkrediten.

Die herrschende Logik ist die Logik der Herrschenden

Warten wir mal ab

02.02.2008 | Sowohl Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) wie auch Minipaxminister Franz Josef Jung (CDU) haben am Freitag die mit höchster Dringlichkeit vorgebrachte Forderung der US-Regierung zurückgewiesen, Deutschland solle sich mit Kampftruppen am Krieg im besonders gefährlichen Süden Afghanistans beteiligen. Laut Presseberichten will Washington neben deutschen Kampfhubschraubern und anderem Kriegsgerät auch 1000 Gebirgsjäger, die sich laut Aussage eines hohen US-Offiziers "für den Kampf im Hochgebirge des Hindukusch besser eignen als andere Soldaten".

Arbeitslosenzahl steigt wieder

01.02.2008 | Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar um eine viertel Million gestiegen. Saisonbereinigt ging die Arbeitslosigkeit um 89.000 zurück, teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. Mittlerweile wissen die Bürger: Die BA schönt Arbeitslosenzahlen. Die BA treibt Statistik-Spielchen: Ein-Euro-Jobber und Arbeitslose in Weiterbildungsmaßnahmen tauchten in der Statistik nicht mehr auf. In Zukunft sollen erwerbsfähige Hilfebedürftige, die über 58 Jahre alt sind, seit 12 Monaten Arbeitslosengeld II beziehen und keine Beschäftigung angeboten bekommen, nicht mehr als erwerbslos gelten und ab 63 Jahren sogar zwangsverrentet werden. Unsere Bundesregierung treibt ein schändliches Spiel, nicht nur mit den sozialen Sicherungssystemen, sondern auf allen innen- und außenpolitischen Feldern. Nie war so klar, deutsche Bundespolitik wird komplett fremdbestimmt.

Die Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland hat drastisch zugenommen. Von 1995 bis 2006 stieg der Anteil geringbezahlter Beschäftigter um rund 43 Prozent, wie die Auswertung des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen ergab. Insgesamt arbeiteten demnach 6,5 Millionen Menschen und somit fast jeder vierte Beschäftigte in Deutschland für Niedriglohn. Rund drei Viertel aller Niedriglohnbeschäftigten haben eine abgeschlossene Berufsausbildung oder einen akademischen Abschluß, hat man herausgefunden.

Spiel mit dem Feuer

"Die Nato ist in Afghanistan mit ihrem Latein am Ende. Ihre Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel. Das ist wohl der unmittelbare Anlaß dafür, daß einst hochrangige Nato-Militärs wie der US-amerikanische Nato-Oberkommandierende in Europa, John Shalikashvili, oder der deutsche General Klaus Naumann, ehemaliger Chef des Nato-Militärkomitees, sprichwörtlich Amok laufen", kritisiert die Europaabgeordnete der Partei DIE LINKE, Kaufmann, die jetzt bekannt gewordenen Überlegungen von einst hochrangigen Nato-Militärs zum Ersteinsatz von Atomwaffen. (Quelle LinksZeitung vom 31.1.08)

Der Krieg

Es werden immer mehr Luftangriffe geflogen, wobei Drohnen [ 1 ] eine wichtige Rolle spielen. Irak und Afghanistan sind von Anfang an für das Pentagon Schlachtfelder zur Erprobung neuer militärischer Strategien und Waffensysteme gewesen. So wurde der Einsatz von unbemannten (Kampf)Robotern erprobt. In Afghanistan wurden mit der Kampfdrohne Predator - ausgerüstet mit Hellfire-Raketen - die ersten Menschen getötet oder anders ausgedrückt: demokratisch legitimiert umgebracht. Roboter beobachten, entdecken, identifizieren, töten. Eine stark ansteigende Anzahl an unschuldigen Opfern (Kollateralschäden) nimmt man in Kauf. Wenn Drohnen, die für die Nachtsicht mit Infrarotkameras ausgerüstet sind, etwas Verdächtiges entdecken, dann werden Apache-Kampfhubschrauber alarmiert, die das Töten von Menschen minderen Lebensrechts übernehmen.
>>Rüsten für den globalen Bürgerkrieg
>>Verbotene Wahrheit Lange vor den Terroranschlägen auf New York und Washington haben die USA konkrete Pläne für die politische Zukunft Afghanistans geschmiedet.

Nach sechs Jahren Bombenterror der USA und ihrer Verbündeten ist Afghanistan ein Pulverfaß. Für den bevorstehenden Kampfeinsatz der Deutschen (sollen töten lernen) in Afghanistan fordert der Deutsche Bundeswehrverband für die Beschaffung von weiteren gepanzerten Fahrzeugen und neuen Kommunikationsmitteln zusätzlich eine Milliarde Euro vom Steuerzahler. Als ob diese nicht schon genug berappen für die Fehlentscheidung der Regierungen Schröder und Merkel. Seit die NATO von einem Verteidigungsbündnis in ein weltweites Interventionsbündnis verwandelt wurde, zahlen 27 Millionen deutsche Arbeitnehmer Steuern nur noch für Aufrüstung und Krieg. Die Bundesregierung ist wirklich voll und ganz auf Kriegskurs [ 2 ]. Die einmal als Wiederaufbaumission gestartete ISAF betreibt heute Aufstandsbekämpfung und beteiligt sich an gezielten Tötungen. Deutsche Tornados liefern die Zielfotos [ 3 ].

Die heutige afghanische Regierung besteht aus Kriegsverbrechern, Terroristen, Islamisten und Angehörigen der Drogenmafia. Mehrere Provinzen werden von ehemaligen Taliban-Kommandeuren regiert. Die Taliban sind faktisch Sieger. Dieser Krieg wird auch nicht gegen sie geführt, sondern gegen das afghanische Volk. Die USA sind vermutlich mit der afghanischen Drogenmafia verbandelt und schöpft diese ab. Ehemalige Taliban-Kommandeure in der Karsai-Regierung machen Karriere und sie werden reich durch internationale Hilfe. Was Wunder, daß deutsche Soldaten zunehmend nach dem Sinn ihres Einsatzes am Hindukusch fragen. Deutschland wird nicht am Hindukusch verteidigt, auch nicht im Kosovo oder sonstwo. Das sind Märchen. Auch die Nato wird nicht am Hindukusch verteidigt. Bislang ist, soweit ich weiß, noch kein einziger Paschtune auf der internationalen Terrorszene aufgetaucht. Da machen Saudis, Ägypter oder Libyer von sich reden (Orlando Pascheit, NachDenkSeiten). Für eine Karsai-Regierung - die aus Verbrechern besteht - den Kopf hinzuhalten lohnt sich nicht. Geht nach Hause Soldaten.


>>Die Auslagerung des Gehirns hat begonnen Der Chaos Computer Club über den BND auf dem Hacker-Markt und eine Sicherheitsbranche im Goldrausch
>>JUGENDGEWALT Selbst wenn es die Bilder des brutalen Überfalls von München vergessen machen: Gewalttätige Jugendliche gibt es seit Jahrzehnten. In den sechziger Jahren machten Halbstarke in Schwabing Krawalle; später prügelten sich Punker, ehe sie 1983 zum ersten Mal die Chaostage begingen - seit Jahrzehnten führen Hooligans in Fußballstadien ihre Schlachten. Nach der Wieder- vereinigung attackierten rechtsextreme Jugendliche Ausländer in Solingen, Rostock oder Mölln. Weder nimmt heute die Jugendgewalt zu, noch sind ausländische Jugendliche brutaler als deutsche.
>>Daniela Dahn Nicht wissen, was oben und unten ist (WELTWIRTSCHAFTSFORUM IN DAVOS)
>>HESSEN-WAHL Koch, Wagner & Co. haben die Wahlen verloren. Aber darüber sollte man den zweiten Verlierer nicht vergessen - die mediale Hetzfront von Bild über Welt bis zur FAZ.


Die Situation in Afghanistan sieht US-Präsident Bush so: "Amerika, unsere 25 NATO-Verbündete und 15 Partnerstaaten helfen dem afghanischen Volk, seine Freiheit zu verteidigen und sein Land wieder aufzubauen. Dank der mutigen Soldaten und Zivilisten ist eine Nation, die einst eine sichere Zuflucht für Al-Qaida war, jetzt eine junge Demokratie, wo Jungen und Mädchen zur Schule gehen, wo neue Straßen und Krankenhäuser gebaut werden, und wo die Menschen mit neuer Hoffnung in die Zukunft sehen."
Demokratie in einem Land, wo ein Weltkrieg eingeübt wird, wo Kriegsverbrecher, Terroristen, Islamisten und die Drogenmafia [ 4 ] die Regierung stellen, kann es nicht geben. Wie soll das gehen? Al-Qaida ist vermutlich eine Erfindung der CIA. Die neu errichteten Schulen und Krankenhäuser fallen in sich zusammen, wenn ein kräftiger Wind geht. Die erwähnten Frauen und Mädchen wählen immer öfter den Freitod. Vergewaltigungen, Zwangsheirat, Mißhandlungen in der Familie gehören nach wie vor zum Alltag. Afghanische Frauen haben keine Möglichkeit, die Verbrechen anzuklagen. Dreihundert dokumentierte Selbstmorde im letzten Jahr sind Hinweis genug auf das Ausmaß ihrer Unterdrückung. Junge Männer gehen nach und nach in den Widerstand. Klar, wenn ein junger Afghane seine Familie durch Bombenterror verliert, dann ist auch er willens zu töten.

"Der Krieg in Afghanistan kann nicht gewonnen werden", sagte Peter Scholl-Latour dem Nachrichtensender n-tv. Nach Ansicht des renommierten Journalisten belügen deutsche Politiker die Bürger über die Lage in dem Land. Es sei kein Unterschied zwischen bewaffneten Einsätzen und dem so genannten "Nationbuilding" ... Die Politik der Bundesregierung im Afghanistan-Konflikt sei "völlig unverständlich", so Scholl-Latour.

"Tritt Deutschland wirklich in diesen Krieg in Afghanistan ein, wird es verlieren ... Hierzulande soll uns das Sterben deutscher und afghanischer Soldaten und Bürger durch propagandistische Sätze plausibel gemacht werden, wie: ,Die deutsche Freiheit wird am Hindukusch verteidigt.' Dort hat sie längst kapituliert." Der Autor Roger Willemsen kritisiert die Entsendung von 250 Soldaten für Kampfeinsätze nach Afghanistan.

"Dieser Krieg ist nicht zu gewinnen" heißt es in der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT vom 30. März 2007 seitens Peter Scholl-Latour: Der Einsatz der Tornados hat keine entscheidende Bedeutung, er ist im Grunde nur ein Nebenaspekt. Entscheidend ist vielmehr die bereits erreichte de-facto-Verschmelzung der beiden Missionen Isaf und Enduring Freedom, die zu einer Einbeziehung der Bundeswehr in die robuste Kriegführung in Afghanistan geführt hat - was völlig den ursprünglichen Resolutionen widerspricht! Was die Tornados angeht: Wenn man sie nun schon einsetzt, dann sollte man dem Volk wenigstens reinen Wein einschenken und ehrlich zugeben, daß es darum geht, Ziele für US-Bombenangriffe aufzuklären, es sich also um nichts anderes als um einen Kriegseinsatz handelt ... auch mit diesen sechs (10) Flugzeugen wird die Nato den Krieg nicht gewinnen. Darum geht es auch gar nicht, sondern darum, Deutschland immer tiefer in diesen Konflikt zu verwickeln ... Die Deutschen haben überhaupt wenig Interesse an der Entwicklung in Afghanistan und im Irak. Schauen Sie sich die Themen unserer Talkshows an: Familienpolitik, Gesundheitsreform, Nichtraucherschutz - alles wichtig, aber alles innenpolitischer Krimskrams. Für die existentiellen außenpolitischen Fragen besteht dagegen kaum Interesse - und Afghanistan kann eines Tages eine sehr grausame außenpolitische Angelegenheit für uns werden! Die Deutschen leben eben in einer Scheinwelt der eingebildeten Sicherheit, weil sie über sechzig Jahre nur Frieden erlebt haben ... Prof. Dr. Peter Scholl-Latour, Jahrgang 1924, warnt seit langem vor der unterschätzten Gefahr des deutschen Engagements am Hindukusch und eines islamistischen Terrors auch in unseren Städten. Während die Politik davon spricht, daß die Bundeswehr noch auf zehn Jahre in Afghanistan bleiben wird, fragt Professor Scholl-Latour sich, ob die deutschen Politiker die Realität nicht wahrnehmen.

Die NATO hat erst 50000 Soldaten in Afghanistan und ist erst sechs Jahre da. Bei der Sowjetunion waren es 100000 Mann, und es dauerte zehn Jahre, ehe sie begriff, daß sie nicht gewinnen kann. (Reinhard Mutz, Politikwissenschaftler)

"Ich rate dem Bundestag zu verhindern, daß Deutschland in immer größere Abenteuer stolpert. Weder ist es den Briten im 19. noch den Sowjets im 20. Jahrhundert gelungen, Afghanistan zu beherrschen. Heute sind fremde Militärs verhasst, weil durch ihre Schuld täglich Zivilisten - Frauen, Kinder und alte Menschen - getötet werden. Oft bombardieren die Amerikaner ganze Ortschaften nur auf den Verdacht hin, daß sich dort Taliban aufhalten.." (Matin Baraki, afghan. Politologe) >> Zeitbomben, >> ISAF in Afghanistan

[ 1 ] In Afghanistan und im Irak werden immer mehr Lufteinsätze geflogen. Das Pentagon schickt Drohnen ins Gefecht, die von Nevada (USA) aus über eine Entfernung von Tausenden Kilometern gesteuert werden. Mit ihnen werden dann aus der Ferne per Joystick die "gezielten Tötungen" durchgeführt. Der Predator-Nachfolger Reaper ("Sensenmann") kann auch zur Luftaufklärung betrieben werden. Deutsche Tornado-Luftaufklärer wären also in Afghanistan gar nicht nötig.
Das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung hat am 1.2.2007 mit EADS und der US-Firma Northrop Grumman einen Vertrag über 450 Mio. Euro unterzeichnet um die Entwicklung eines Prototyps der HALE-Drohne EuroHawk, basierend auf dem US-Modell Global Hawk, zu finanzieren. Diese hat eine Reichweite von 25.000 km und kann über 24 Stunden im Einsatz bleiben, also theoretisch von Deutschland aus (fast) jeden beliebigen Ort der Welt aufklären und zukünftig evtl. auch bombardieren. Mit solchen hochfliegenden Drohnen lassen sich auch potentielle Einsatzgebiete ohne das Einverständnis des jeweiligen Souveräns unauffällig aufklären.

[ 2 ]Artikel 26 GG: "Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen." Aber die Bundesrepublik beteiligte sich am NATO-Krieg gegen Jugoslawien, einem Angriffskrieg. Und wie das Bundesverwaltunsgericht inzwischen festgestellt hat, auch am Angriffskrieg der USA gegen den Irak. Das ist verfassungs- und völkerrechtswidrig. Verteidigungspolitische Richtlinien der Bundesregierung propagieren den Präventivkrieg. Einflußreiche Politiker arbeiten beharrlich auf Bundeswehreinsätze im Innern hin.

[ 3 ] Tobias Pflüger, Mitglied der Fraktion der Vereinigten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke (GUE/ NGL) im Europaparlament in Strasbourg sagt in einem Interwiew: "Ich gehe davon aus, daß immer mehr Menschen deutlich wird, daß die Bundeswehrsoldaten in Afghanistan nicht als zivile Entwicklungshelfer agieren, sondern voll involviert sind in den Krieg. Die ISAF-Einheiten haben sich längst von einer sogenannten Stabilisierungs- zu einer Kampftruppe entwickelt. Mit dem Einsatz von Tornado-Jets ist Deutschland jetzt auch unmittelbar als Kriegshelfer aktiv. ... Bei ISAF und OEF (Operation Enduring Freedom) ... steht außer Frage: Beides sind Kriegseinsätze, an beiden sind deutsche Truppen beteiligt. Wer weiterhin anderes behauptet, verkauft die Bevölkerung vorsätzlich für dumm ... es kann nur eine Lösung im Sinne der deutschen Soldaten und der afghanischen Bevölkerung geben: den Abzug der Truppen. Die Forderung der Friedensbewegung muß lauten: Ende aller ... Auslandseinsätze, angefangen mit Afghanistan."

[ 4 ] Aufstieg einer NATO-gestützten mafiösen Elite: Die NATO besetzt unser Land und vergießt unser Blut unter dem Vorwand des Kampfes gegen den Terror. Wenn die deutsche Regierung behauptet, sie brächte Frieden nach Afghanistan, dann ist das im besten Fall ein schlechter Scherz. Die meisten Friedensoperationen bestehen in nichts anderem als der Bombardierung von Zivilisten, die als Feinde betrachtet werden, weil sie die Besatzer ablehnen ... Die Besatzungsmächte geben vor, in Afghanistan gegen Produktion und Handel von Drogen vorzugehen ... alle UN-Daten zeigen, daß die Opiumproduktion auch 2006 um 75 Prozent anstieg und sich dieser Trend in diesem Jahr fortsetzen wird. Schätzungen gehen für 2006 von 6100 Tonnen Heroin, für 2007 sogar von 8200 Tonnen aus - rund 90 Prozent der Weltproduktion ... Es sind die Drogensyndikate aus den NATO-Staaten, die letztlich den größten Teil der enormen Profite aus dem Drogengeschäft einstreichen ... Wir sind der festen Überzeugung, daß die Besatzung ihre Kriegsmaschine auch mit den Drogengeldern finanziert. Oder kann jemand ernsthaft glauben, daß die armen afghanischen Mohnbauern Tausende Tonnen Opium in Europa und den USA vermarkten können? ... Die Besatzung hat dazu beigetragen, eine neue mafiöse Elite zu bilden, die sich mit Drogen- und Menschenhandel, Entführungen, Prostitution einschließlich der von Kindern und Landraub auf Kosten einer Mehrheit von Armen bereichert. Sie bildet einen Staatsapparat, der hinsichtlich Korruption und Bürokratismus seinesgleichen in der Welt sucht. Diese Mafia hat die Marktwirtschaft eingeführt und ruft nach Beschleunigung der Privatisierungen.. (Hanif Hanifullah, Sprecher der Radikalen Linken Afghanistans)

[ 5 ] INSM, Atlantik-Brücke, Aspen-Institute und ähnliche Netzwerke sind es, die Deutschland heimlich regieren. Zu den Machern hinter den Kulissen gehört auch die Bertelsmann-Stiftung.

Seitenanfang |Atomkrieg


©Tadema 99-2009 [ www.tadema.de ] [ ... ]