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Bankenretten


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Liebe zwischen Mensch und Tier

Ohne Thomas Dörflein wäre die Welt des Zoos eine andere. Seine überaus innige Liebe zu Knut verdient Dank. In Knut lebt Thomas Dörflein weiter. Thomas Dörflein hat wie nur wenige Menschen auf der Welt erfahren dürfen, wie eine Liebe zwischen Eisbär und Mensch verläuft. Dieses überaus große Geschenk hat er an alle Menschen weitergegeben. Er ist und bleibt für immer der einzig wahre Papa für Knut, den kleinen Eisbären, der nun ohne ihn weiterleben muss. Thomas Dörflein ist ein Symbol der Liebe zwischen Mensch und Tier. (Sylvia Pollak, per E-Mail an die Berliner Zeitung)

Wall Street-Rettung

Präsident Bush hat am Mittwochabend, als er sich an die Nation wandte, beide Parteien im Kongreß aufgefordert, "sich zum Wohle des Landes über die Politik zu stellen" und den nach Finanzminister Henry Paulson benannten Rettungsplan abzusegnen. Nur so könne "eine wirtschaftliche Katastrophe" verhindert werden, meinte er. Nur, die Rettungsaktion ist wohl eher keine für das Volk, sondern wohl eher eine für Bush und seine Freunde. Nicht denen, die mit der Bezahlung ihrer Hypotheken in Verzug geraten sind, soll geholfen werden, nein, den Freunden an der Wall-Street soll geholfen werden. Die große Masse der Steuerzahler - Arbeiter und Angestellte, die sollen gefälligst die Zeche zahlen. So sieht der Paulson - selbst jahrelang Chef der Investmentbank Goldman Sachs - Plan aus. Paulson will einen Blankoscheck über die gigantische Summe von 700 - 900 Milliarden US-Dollar ausstellen. Er will über die Summe verfügen, keine Kontrolle durch den Kongreß und er will für Fehler oder Mißwirtschaft nicht juristisch verantwortlich gemacht werden können. Er will die eigentlich leere Staatskasse als Selbstbedienungsladen nutzen. Die Mehrheit der US-Bevölkerung hat das verstanden und ist gegen den Rettungsplan für die Wall Street. Also schürte Bush mit seiner Mittwochabend-Rede Angst. Bei Ablehnung oder Verzögerung des Rettungsplans sei eine "lange und schmerzhafte Rezession" zu er- warten, denn wenn die Banken zusammenbrechen und die Aktienkurse weiter sinken, dann "würden auch die Hauspreise weiter fallen, Unternehmen würden pleite gehen und Millionen Amerikaner ihre Arbeit verlieren".

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) fand am Donnerstag (25.9.08) Angstmachen ist immer gut und plapperte alles nach. Morgen wird der Dummschwätzer uns Deutschen erzählen, daß wir den Gürtel wegen der Krise noch enger schnallen müssen. Deutschland schlittert in eine Rezession, Steinbrück labert wie immer rum, unternimmt aber nichts und die Koalition schaut wie immer taten- los zu.
Fazit: Präsident Bush und sein Finanzminister Henry Paulson, Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, Bundeskanzlerin Merkel und viele mehr, sind nach wie vor unter Kontrolle der internationalen Finanzmärkte. Das wird sich so schnell auch nicht ändern. Wer sollte das ändern? Demokratie ist out und Sozialstaat ebenso (Entscheidungen werden so getroffen, daß die Interessen der Menschen unberücksichtigt bleiben). Wir haben aufgrund des Regimes der internationalen Finanzmärkte keine soziale Marktwirtschaft mehr. (Oskar Lafontaine)


>> Jürgen Rose Mann mit Teflon-Haut
>> FREITAG Der Ökonom Rudolf Hickel über geschmolzene Kerne, arrogante Großbanken und das private Bargeldsilo
>> Werner Vontobel Hintergründe eines Desasters


"Wir lösen die Probleme dann, wenn sie da sind." (Peer Steinbrück am 20. Juli zur Gefahr einer Konjunkturkrise und möglichen Konjunkturpaketen) "Bessere Regeln helfen nicht, weil die Krise bereits da ist" (Sprecher von Peer Steinbrück am 23.9.08 zu möglichen Reaktionen auf die aktuelle Krise)


Das Casino kracht zusammen

Deutschland hat zu Merkels und zu Schröders Zeit den Spielern die Tür geöffnet, Regeln abgebaut, das Verbot für Hedgefonds aufgehoben, die Steuern bei Gewinnen von Unternehmenskäufen und Verkäufen abgeschafft, deutsche Banken haben Ramschhypotheken und andere Risikopapiere übernommen, der Deutsche Finanzminister und seine Beauftragten haben die Casinoelemente des Finanzmarktes Deutschland ausgebaut, um, wie sie meinten, den Finanzplatz Deutschland zu stärken.
Deutschland hat unter Gerhard Schröders und Angela Merkels Führung neues Spielmaterial ins Kasino gebracht; der Finanzminister Steinbrück war mächtig stolz darauf: Ein öffentliches Unternehmen nach dem andern wurde privatisiert und dem Aktienmarkt zugeführt; die deutsche Bundesregierung hat 4,5% der Deutschen Telekom an die Heuschrecke Blackstone verkauft und dieser durch ihr Verhalten das Recht eingeräumt, mit dieser Minderheitsposition wesentliche Teile der Unternehmenspolitik zu bestimmen. Auch das war Futter für die Hauptspieler im Casino. Die Bundesregierung hat gerade noch die mit Subventionen von fast 10 Milliarden ¤ gerettete IKB unter Preis an die Heuschrecke Lonestar verkauft und hat ähnliches mit den 24,9% der Bahn AG vor. Gerhard Schröder hat mit dem Schlachtruf "Auflösung der Deutschland AG" und der erwähnten Steuerbefreiung den Verkauf und das Ausschlachten und deutscher Unternehmen betrieben. >> Weiterlesen bei NDS? vom 23.09.2008

Warten wir die US-Rezession ab, warten wir die Rezession(*) in der Euro-Zone, Großbritannien und allen anderen Industrieländern ab. Wenn sie kommt, dann werden unzählige Firmen Bankrott gehen.
Warten wir ab, ob sich die Krise auch auf alle sogenannte Cross-Border-Leasing (CBL) -Geschäfte auswirken. Städte und Gemeinden könnten für strauchelnde Banken und Versicherer bürgen müssen, die Verträge sind sehr undurchsichtig. Vielleicht bleiben die Verluste an den Städten hängen. (mat)

(*)Die Rezession (Abschwung, kontraktive Phase) bezeichnet die Konjunkturphase, in der eine Stagnation bis hin zum Abschwung der Wirtschaft auftritt. Nach der meistverbreiteten Definition liegt eine Rezession vor, wenn die Wirtschaft in zwei aufeinander folgenden Quartalen im Vergleich zu den Vorjahresquartalen nicht wächst oder ein Rückgang zu verzeichnen ist (sinkendes Bruttoinlandsprodukt). Eine Rezession hat üblicherweise Kursverluste an der Börse zur Folge. Verschärft sich eine Rezession oder kommt es zu einer längeren kontraktiven Phase, spricht man von Depression. (Wikipedia)

Verschwendet, veruntreut oder gestohlen

Die amerikanischen Steuerzahler sind gegenwärtig zu bedauern: Schlagen sie die Zeitung auf, so müssen sie von ungeheuren Summen erfahren, die von ihrer Regierung zur Verfügung gestellt wurden, um sich an einen unbekannten Ort zu verflüchtigen. Zu den Milliardenverlust-Schlagzeilen der Finanz- krise gesellte sich gestern ein altvertrautes Geldverbrennnungsthema, der Irak. Die Washington Post machte erneut auf einen Skandal aufmerksam , der beinahe schon in Vergessenheit geraten war: das Dahinschwinden und Versickern von amerikanischen Steuergeldern im Sumpf der Korruption und des Betruges. Mindestens 13 Milliarden US-Dollar, gedacht für den Wiederaufbau des Irak, wurden nach Aussage eines Insiders verschwendet, veruntreut oder gestohlen. Keine stattliche Summe angesichts der Geldvernichtungsmaschine Lehmanscher Größe, aber doch ein größerer Skandal, zumal staatliches Geld letztlich gar bei al-Qaida gelandet sein soll. >> Weiterlesen bei heise/Telepolis? (24.09.2008)

In Afghanistan und an anderen Kriegsschauplätzen wird es nicht anders sein - nur, daß dort auch noch Gelder aus Europa kommend, verschwendet, veruntreut und gestohlen werden. (mat)

Die 350-Millionen-Überweisung

..der KfW an die mittlerweile insolvente Investmentbank Lehman Brothers war keine Panne sondern volle Absicht, berichtet F.A.Z.-ONLINE am 22.9.2008. Bei Lehman habe es "nicht so gut ausgesehen", stellten die Verantwortlichen fest und starteten die Transaktion ... Kontrolliert wird die KfW von Politikern, Gewerkschaftern und Vertretern aus der Wirtschaft ... Nach der Millionen-Überweisung an die insolvente Lehman-Bank rechnet KfW-Chef Schröder mit roten Zahlen für das Jahr 2008 (SZ).

Trotz Pleite sollen Lehman-Broker Boni erhalten

Barclays garantiert bei Übernahme der Investmentbank Boni und Gehälter von wichtigen Lehman-Angestellten ... Der Clou ist, daß die Boni der Angestellten die bleiben, so hoch sein sollen, wie sie dies vor der Pleite gewesen sind ... Barclays werden den Lehman-Angestellten in New York bei Über- nahme 2,5 Milliarden Dollar Boni und Gehälter zahlen. Die acht Manager und viele der 200 wichtigen Broker würden für ihre Leistungen vor der Pleite viele Millionen erhalten ... Die in Großbritannien entlassenen 5000 Lehman-Mitarbeiter gehen leer aus. (heise/Telepolis vom 21.09.2008)

Oswald Metzger

..der frühere Grünen-Politiker Oswald Metzger ist mit seinen Plänen für eine Rückkehr in den Bundes- tag erneut gescheitert. Metzger wollte diesmal für die CDU am Bodensee antreten - verlor aber die finale Stichwahl. In einem ersten Anlauf war Metzger im Juli 2008 im Wahlkreis Biberach gescheitert. Oswald Metzger, der schon die SPD verlassen hat und zuletzt die Grünen, wurde in Überlingen gefragt, ob man sich auf ihn überhaupt verlassen könne. (gefunden auf spiegel-online vom 20.09.2008)

Vielleicht war den CDU-lern in Überlingen und Biberach bewußt, daß der Metzger in erster Linie ein Lobbyist der INSM ist und ein politisches Mandat auf jeden Fall mißbrauchen wird.


>> Maybritt Illner und ein ehrenwerter Mann als Gast, Johannes Kahrs, Sprecher des rechten See- heimer Kreises


Germans to the front!

20.09.2008 | Bei jW abgeschrieben:

Dort sind sie längst. Kanzlerin Merkel läßt schießen. In Afghanistan ist Krieg, und deutsche Soldaten töten auch Frauen und Kinder. Wofür? Exverteidigungsminister Struck hat es klar formuliert: Am Hindukusch werden deutsche Interessen verteidigt. Welche das sind, hat er nicht gesagt. Es ist die gleiche imperialistische Gier, deretwegen Deutschland die Welt im vergangenen Jahrhundert in zwei Kriege gestürzt hat: die nach Rohstoffen, Energiemärkten und Einflußsphären. Dafür töten deutsche Soldaten, und dafür werden deutsche Soldaten getötet.
>> Claudia Haydt Raus aus Afghanistan >> als PDF-Datei
>> Bommi Baumann Rausch und Terror


>> Daniela Dahn Zu erinnern wäre hartnäckig auch an die offenbar unergründliche Frage, warum in der Woche vor dem 11. September der Umsatz mit Aktien von Finanzinstituten aus 22 Stockwerken des World Trade Center und der beiden betroffenen Fluggesellschaften um 1.200 Prozent stieg?
>> als PDF-Datei


Bankenretten

Die Bankenkrise

20.09.2008 | ..auch Finanzmarktkrise genannt, ist eine Krise, die durch Gier, Betrug und Rücksichts- losigkeit, ausgehend von den USA, wo Massen von Privatleute verführt wurden, ausgelöst worden. Um den Markt zu retten werden in den USA, in Deutschland und anderswo jetzt Steuermittel eingesetzt. Das heißt, die Verluste werden sozialisiert. Das heißt aber auch, die Schuldigen, die in guten Zeiten den Gewinn für sich beanspruchten, werden alimentiert. Zu behaupten, das Ende des Neoliberalismus wurde von Banken- bzw. durch die Finanzmarktkrise eingeläutet, greift wohl zu kurz. Der Markt hat zwar versagt, der Neoliberalismus aber, der lebt weiter, oder glaubt ernsthaft irgendjemand daran, die Neolibs erschießen sich jetzt? Das haben Faschisten nicht getan und darum lebt der Faschismus immer noch und ist sogar wieder im kommen. Der Neoliberalismus zeigt sogar hochfaschistoide Züge.

21.09.2008 | US-Präsident Bush hat den Kongress aufgefordert, 700 Milliarden Dollar zu bewilligen, um die faulen Kredite mit Steuergelder zu kaufen und damit die Kreditkrise zu dämpfen. Jeder US- Bürger würde damit mit 2000 Dollar belastet ... Vermutlich ist es eines der Erfolgsrezepte des Kapitalismus, daß Gewinne privatisiert, Risiken aber sozialisiert werden können ... Mit dem 700-Milliarden-Dollar-Paket legt die US-Regierung möglicherweise das Fundament für die nächste Krise.. Die USA wollen ihre Verluste sogar globalisieren. Deutschland soll sich an dem Rettungspaket beteiligen ... Die Amerikaner möchten für ihr Versagen und ihre Arroganz auch Deutschland in Haftung nehmen. (heise/Telepolis, jW)


Der Bailout, der alle Bailouts beenden soll (Nicholas von Hoffman) könnte sich als gigantische Um- verteilung von Steuergeldern in die Taschen der Wallstreet-Banker und der Aktionäre der Wallstreet-Banken herausstellen. Ein Sozialismus für Reiche, in dem Gewinne privatisiert und Verluste verstaat- licht werden. (Jens Berger, Der Spiegelfechter)


Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz: Es ist .. das Ende eines desaströsen Geschäftsmodells. Und das Ende der Ideologie, daß freie, deregulierte Märkte immer funktionieren ... Wir hatten nie wirklich einen freien Kapitalismus. Ob Universitäten, Internet oder Biotechnologie, es gab stets Finanzhilfen durch die amerikanische Regierung. Die völlig freie Marktwirtschaft ist ein Mythos. Auch die Landwirtschaft bekommt Subventionen, ebenso gewähren wir vielen Unternehmen Steuer- erleichterungen ... viele Hausbesitzer sind weiter hoch verschuldet, und die Immobilienpreise fallen immer noch ... der größte Teil der Schuld geht zurück auf das Mißmanagement an der Wall Street ... die Lasten muß der Steuerzahler tragen ... Kürzlich konnte Präsident Georg Bush nicht einmal einige Milliarden Dollar lockermachen, als es um Gelder für kranke Kinder ging, die keine Kranken- versicherung haben ... ich erwarte einen Schaden von mehr als zwei Billionen Dollar ... Man legt die riskanten Anlagen in die Hände der Steuerzahler. Denn sonst will sie ja niemand. Kein privater Investor will diese Anlagen haben, aber dem Steuerzahler drückt man sie auf. Das ist ungeheuerlich. (F.A.S./FAZ.NET)


>> Party statt Pleitegeier Eine Billion Dollar versenkt? Kein Problem. USA wollen Schulden der Finanzkonzerne verstaatlichen. Alle Schrottpapiere aus der Hypothekenverbriefung zahlungsunfähiger Eigenheimkäufer, alle »hochkomplexen« Finanzpapiere, in denen sich derlei wertlose Zahlungsversprechen und weitere, inzwischen unerfüllbare, Verpflichtungen befinden, also die gesamten drohenden Verluste der Banken, Versicherungen und womöglich auch der Fonds, gehen in den »Besitz« der Allgemeinheit über. Wie auch immer das entsprechende Gesetz dann im Detail aussieht, ist damit grundsätzlich klar: Das Systemrisiko übernimmt der Staat, also der Steuerzahler.
>> HEINER FLASSBECK : Warum immer die Finanzmärkte? Warum platzt so selten eine Spekulationsblase am Kartoffelmarkt? Warum verkalkulieren sich Maschinenbauer selten so, daß der Staat helfen muß, weil sonst das gesamte marktwirtschaftliche System gefährdet ist? Was treibt Scharen scheinbar seriöser Banker und Börsianer dazu, so riskante Geschäfte zu machen?
>> Michael R. Krätke Ein Gutes hatte der Börsen-Tsunami vom 15. September auf jeden Fall: Selbst Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD), Deutschlands größter Schönredner, kann die Krise nicht mehr leugnen.


Ein Gutes hat die Finanzkrise sicherlich, ganz plötzlich ist Schluß mit dem Märchen, wonach der Rente durch Kapitaldeckung die Zukunft gehöre und das Umlageverfahren ein Relikt vergangener Tage sei. Plötzlich geben die Medien zu, daß ausgerechnet jene Renten sicher sind, die per Umlageverfahren ausgezahlt werden. Wer nun hofft, daß die BlödZeitung und andere zugeben werden, sich vertan zu haben, der irrt. Nein, die Volksverdummer werden so tun, als wäre nichts gewesen.

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