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Deutschlands Reiche müssen auch in Zukunft nicht hungern

Während bei den sogenannten Normalverdienern die verfügbaren Einkommen seit 1992 stagnierten, macht sich die deutsche Oligarchie ein schönes Leben. Bei den Aktionären der großen deutschen Unternehmen vermehrt sich auch in diesem Jahr das Geld wie von Zauberhand. Allein die 30 im DAX zusammengefaßten Unternehmen werden nach einer am Montag (2. März) vorgelegten Untersuchung die Summe von fast 28 Milliarden Euro an ihre Anteilseigner ausschütten. Das ist neuer Rekord und liegt um fast ein Drittel höher als 2005. An der Spitze - wie fast immer - die Aktionäre der Deutschen Bank: Dividenden, Gewinne und Aktienkurs der Bank steigen seit Jahren. Auf Platz zwei und drei der Hitliste rangieren der Stromerzeuger RWE und der Versicherungskonzern Münchner Rück. Die Vor- stände der DAX-Konzerne genehmigten sich im abgelaufenen Jahr gut 15 Prozent Aufschlag auf ihre ohnehin satten Vergütungen. Deutsche Bank-Konzernleiter Josef Ackermann führt weiterhin die Liste der bestbezahlten leitenden Angestellten an.

Sinn's Rundbriefe zu lesen, macht wenig Sinn

Hans-Werner Sinn, Präsident des Münchner Ifo-Instituts predigt jetzt Konsumverzicht: Der Konsum sei "schädlich für das wirtschaftliche Wachstum und unnötig für die Konjunktur", labert Sinn im neuesten Rundbrief seines Instituts.


Erich Fromm (1900–1980) schrieb 1968: »Wenn die Menschen wüßten, welchen Weg die amerikanische Gesellschaft vermutlich einschlagen wird, wären viele, wenn nicht die meisten, so entsetzt darüber, daß sie wohl geeignete Vorkehrungen treffen würden, den Kurs zu ändern. (...) Sie sehen nicht, daß das Jahr 2000 nicht die Erfüllung und der beglückende Höhepunkt einer Epoche sein könnte, in welcher der Mensch um seine Freiheit und sein Glück kämpfte, sondern der Beginn einer Epoche, in welcher der Mensch aufhört, menschlich zu sein und sich in eine denkunfähige und gefühllose Maschine verwandelte.«

»Heute sind die Dinge im Sattel und reiten den Menschen. Unsere Zukunft hängt davon ab, ob es dem Menschen – dem ganzen, schöpferischen Menschen– gelingt, sich in den Sattel zu setzen.« (Wege aus einer kranken Gesellschaft, Erich Fromm)


Fidel Castro

..hat am 29. März 2007 im Zentralorgan der KP Kubas eine recht bemerkenswerte Rede gehalten.
... Weltweit droht drei Milliarden Menschen der vorzeitige Tod durch Hunger und Durst. Das ist keine übertriebene Zahl, es handelt sich um eine eher noch vorsichtige Schätzung. Die verhängnisvolle Idee, aus Nahrungsmitteln Treibstoff herzustellen, wurde am vergangenen Montag, dem 26. März, endgültig als ökonomische Richtlinie der US-amerikanischen Außenpolitik festgelegt ...
Andere Länder der reichen Welt planen nicht nur die Verwendung von Mais, sondern auch von Weizen, Sonnenblumenkernen, Raps und weiteren Nahrungsmitteln zur Kraftstoffherstellung. Für die Europäer wäre es z.B. ein gutes Geschäft, die gesamte weltweite Sojaproduktion zu importieren, um den Kraft- stoffverbrauch ihrer Fahrzeuge zu reduzieren und das Vieh mit den Abfallprodukten dieser Hülsenfrucht zu füttern, die besonders reich an allen essentiellen Aminosäuren ist ...
In Kuba kann das Land, das für die direkte Herstellung von Alkohol genutzt werden könnte, viel nützlicher für die Produktion von Nahrungsmitteln für das Volk und für den Umweltschutz eingesetzt werden ...
Alle Länder der Welt, reiche und arme, könnten ausnahmslos Milliarden Dollar Investitions- und Kraft- stoffkosten sparen, indem sie einfach alle Glühlampen durch Leuchtstoffröhren ersetzen, Kuba hat das für alle Haushalte des Landes ermöglicht. Das bedeutet eine Atempause hinsichtlich des Klima- wandels, ohne die Armen der Welt verhungern zu lassen ...
Heute kennen wir zum ersten Mal eine wirklich globalisierte Wirtschaft und eine herrschende Macht im wirtschaftlichen, politischen und militärischen Bereich, die in keiner Weise dem Rom der Imperatoren gleicht ...
Etwa zwei Milliarden Menschen werden in weniger als 18 Jahren in Ländern oder Regionen leben, wo das Wasser nicht mehr als eine ferne Erinnerung ist. Zwei Drittel der Welt- bevölkerung werden an Orten leben, wo dieser Mangel zu sozialen und wirtschaftlichen Spannungen solchen Ausmaßes führt, die die Völker zu Kriegen um das begehrte ›blaue Gold‹ treiben könnten. In den letzten 100 Jahren ist der Wasserkonsum mehr als doppelt so schnell wie die Bevölkerung gewachsen. Nach Statistiken des Weltwasserrats (WWC, World Water Council) werden 2015 schätzungsweise bis zu 3,5 Milliarden Menschen von dieser schwierigen Lage betroffen sein ... Viele Regionen der Welt leiden unter ernst- haftem Wassermangel ... Es gibt immer mehr Regionen, denen es chronisch an diesem Lebens- element mangelt ... Hauptfolge des Wassermangels sind eine unzureichende Menge dieser wertvollen Flüssigkeit für die Produktion von Lebensmitteln, die Unmöglichkeit einer industriellen, urbanen und touristischen Entwicklung sowie Gesundheitsprobleme ...

» Biosprit und die Angst vor steigenden.. von Ralf Streck, Telepolis

» Tortilla-Krise in Mexiko von Ralf Streck, Telepolis

» Wenn wir die Erde retten wollen..

Kampfeinsatz der deutschen Bundesluftwaffe

Der Einsatz gilt als eine der zweifelhaftesten Missionen der Bundeswehr. Er wird von zwei Drittel aller Deutschen (77%) - wissend der Aufklärung durch die Tornados werden Bomben folgen - abgelehnt.

02.04.2007 | Heute starten zehn »Tornados« nach Afghanistan. Deutschland will partout so richtig bei diesem Krieg mitmischen. "Sie klären ja nur auf", heißt es. Ja, damit die NATO präziser bombardieren kann. Acht Jahre nach dem Luftkrieg gegen Jugoslawien, bei dem Deutsche auch mitbombten, schickt Kriegsminister Jung (CDU) am heutigen Montag die angeblich von der NATO angeforderten Tornados in den »Krieg gegen den Terror« der USA in Afghanistan.
Daß der afghanische Krieg irgendwann auf deutschem Boden weitergeführt werden könnte, beunruhigt in der Bundesregierung niemanden. Vielleicht ist das ja sogar gewünscht. Dann kann man in Deutschland die Sicherheitsgesetze endlich-endlich so verschärfen (Grundgesetzänderungen vorausgesetzt), wie die "Mächtigen" im Lande sich diese seit langem wünschen. Ziel ist, die Bundeswehr auch im Innern gegen die eigene Bevölkerung (Pöbel) einsetzen zu können.

„Dieser Krieg ist nicht zu gewinnen“

heißt es in der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT vom 30. März 2007 seitens Peter Scholl-Latour:
Der Einsatz der Tornados hat keine entscheidende Bedeutung, er ist im Grunde nur ein Nebenaspekt. Entscheidend ist vielmehr die bereits erreichte de-facto-Verschmelzung der beiden Missionen Isaf und „Enduring Freedom“, die zu einer Einbeziehung der Bundeswehr in die robuste Kriegführung in Afghanistan geführt hat - was völlig den ursprünglichen Resolutionen widerspricht! Was die Tornados angeht: Wenn man sie nun schon einsetzt, dann sollte man dem Volk wenigstens reinen Wein einschenken und ehrlich zugeben, daß es darum geht, Ziele für US-Bombenangriffe aufzuklären, es sich also um nichts anderes als um einen Kriegseinsatz handelt ... auch mit diesen sechs (10) Flugzeugen wird die Nato den Krieg nicht gewinnen. Darum geht es auch gar nicht, sondern darum, Deutschland immer tiefer in diesen Konflikt zu verwickeln ...
Die Deutschen haben überhaupt wenig Interesse an der Entwicklung in Afghanistan und im Irak. Schauen Sie sich die Themen unserer Talkshows an: Familienpolitik, Gesundheitsreform, Nichtraucherschutz - alles wichtig, aber alles innenpolitischer Krimskrams. Für die existentiellen außenpolitischen Fragen besteht dagegen kaum Interesse - und Afghanistan kann eines Tages eine sehr grausame außenpolitische Angelegenheit für uns werden! Die Deutschen leben eben in einer Scheinwelt der eingebildeten Sicherheit, weil sie über sechzig Jahre nur Frieden erlebt haben ...

Prof. Dr. Peter Scholl-Latour, Jahrgang 1924, warnt seit langem vor der unterschätzten Gefahr des deutschen Engagements am Hindukusch und eines islamistischen Terrors auch in unseren Städten. Während die Politik davon spricht, daß die Bundeswehr noch auf zehn Jahre in Afghanistan bleiben wird, fragt Professor Scholl-Latour sich, ob die deutschen Politiker die Realität nicht wahrnehmen.

Meinung wird terrorrelevant

Systemkritisches Denken und Handeln wird in Zukunft beobachtet und kriminalisiert. Die am Freitag (30. März 2007) freigeschaltete »Antiterrordatei« ist der jüngste Angriff auf die Demokratie. Kritische Bürgerinnen und Bürger dürfen nun überwacht werden und einer nach dem anderen wird in dieser Datei erfaßt werden mit der Konsequenz von noch mehr Überwachung und noch mehr Einträge. Wer einmal in der Datei drin ist, kommt wahrscheinlich nie wieder raus. Wer die Gesellschaft ändern will, ist ein Ex- tremist. Wer sich polizeilicher oder militärischer Gewalt widersetzt, ist ein Gewalttäter. Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit wurde quasi aufgehoben. Wer die Besatzungspolitik im Ausland (Afghanistan) kritisiert, muß von heute an mit einem Eintrag rechnen. Nach dem Wortlaut des Gesetzes kann eine schlichte Meinungsäußerung zu internationalen Konflikten die Einspeicherung in die Antiterrordatei nach sich ziehen. Ein flüchtiger Alltagskontakt einer Studentin oder eines Studenten zu einem Türken, Araber, Inder, Afrikaner oder Südamerikaner an der Uni genügt und schon ist man/frau drin in der Datei. Von heute an, wird das Gesetz ständig ergänzt werden (Speicherung der Fingerabdrücke aller Bürger). Eine Trennung von Polizei und Geheimdiensten ist weitestgehend aufgehoben, eine politische Polizei, eine Geheime Staatspolizei (Gestapo) installiert. Diese ist natürlich auf Zuarbeit aus der Bevölkerung angewiesen, auf V-Leute und Denunzianten. Die Terrordatei ist gegen Terroristen sinnlos (USA). In den Händen von Personen (und es gibt sie wirklich), die unsere Demokratie zerstören und eine Diktatur installieren möchten wäre sie ein wirkungsvolles Werkzeug. Wir, die wir gegen diese Datenbank protestieren, sind keine Politiker, wir sind Bürger. Was immer unsere Politiker tun, zunächst sollten sie die geballte Macht der Bürger zu spüren bekommen - Bürger, die für das eintreten, was richtig ist und nicht für das Machbare, wie unser schändlich feiger Bundestag. Warten wir also in Ruhe ab, bis der erste "Anti-Terror-Datenbank"-Skandal die Republik erschüttert.

ZDF-Serie „Wettlauf um die Welt“

Eine Propagandaschau ganz im Sinne Reinhard Mohns (Bertelsmann). Die Autoren (Stefan Aust und Claus Richter) und die Produzenten des ZDF-Dreiteilers müssen neben sich gestanden haben, als sie diesen Unsinn produzierten. Stefan Aust und Claus Richter leben tatsächlich in der falschen Zeit - so wie ihr Boß! (mat, 30.03.2007)

1906 - 1913

Es gibt keine großen Neuigkeiten in der Welt. Wie bereits alle auf dieser Erde vorangegangenen Jahr- hunderte und Jahrtausende richtet sich auch dieses neue Jahrhundert nach dem unveränderlichen Prinzip geschichtlicher Dynamik: den einen die Macht, den anderen die Knechtschaft. Auf dieses Prinzip gründen sich sowohl die innere Gesellschaftsordnung (kapitalistisch) als auch die äußere , internationale Ordnung (imperialistisch). Letztere wird von einigen als "Mächte" bezeichneten Staaten beherrscht, die sich praktisch die gesamte Erdoberfläche in Besitztümer oder Imperien aufteilen ...
Obwohl sich die konkurierenden Mächte noch immer drohend und bewaffnet gegenüberstehen, schließen sie sich nach und nach zu Blöcken zusammen, und zwar um ihre Interessen gemeinsam zu verteidigen (die sich im Inneren mit den Interessen der kapitalistischen Kräfte decken; den anderen, die in Knechtschaft leben, die nicht am Gewinn beteiligt, gleichwohl nützlich sind, werden diese Interessen in Form ideeller Abstraktionen präsentiert; diese ändern sich wiederum im selben Maße wie die Praxis der Propaganda, die z. B. den Begriff Vaterland benutzt) ...
Im Mittelpunkt aller sozialen und politischen Bewegungen stehen die Großindustrien, die im Verlauf eines enormen Wachstums zu Massenindustrien geworden sind (die den Arbeiter "zu einem einfachen Zubehör der Maschine erniedrigen"). Um zu funktionieren, sind sie auf den Konsum und damit auf die Massen angewiesen - und umgekehrt. Und da die Industrien immer im Dienst von Mächten stehen, ent- fällt der Hauptteil ihrer Produktion notwendigerweise auf die Herstellung von Kriegsmaterial (Wettrüsten), das in einer Wirtschaft des Massenkonsums seinen Absatz in einem Massen- und Materialkrieg finden muß. (Elsa Morante, La Storia)

50. Geburtstag der EU: 50 Jahre Politik gegen den Willen der Bevölkerung

27.03.2007 | Aus der Europäischen Union ist eine imperialistische Organisation geworden, die nur noch die Interessen des europäischen Kapitals vertritt. Die Menschen nicht nur in der EU, sondern weltweit, sind der EU egal. EU bedeutet heute Tod und Verderben. EU bedeutet heute nur noch einer Elite den Zugang zu Bildung und Wissen zu gestatten. EU bedeutet heute prekäre Beschäftigung und Massen- arbeitslosigkeit. EU bedeutet heute Freiheit des Kapitalverkehrs und der Märkte. Die demokratischen Rechte der Menschen wurden eingeschränkt. Europäische Union heißt: Politik gegen den Willen der Bevölkerung durchsetzen. Europäische Union heißt auch Korruption! Erst die Kohle, dann die Moral. Eigeninteressen werden stets über das Gemeinwohl gestellt. [] die Europäische Union eine ein- zige Lügen- (Beispiel EU-Verfassung: Wie bringen wir es fertig, Franzosen und Niederländer um das Er- gebnis ihrer Volksabstimmungen zu betrügen) und Filz-Maschinerie, mit den MdEPs mittendrin.

» Dein Geld, mein Geld

» Auf den Punkt gebracht von Albrecht Müller

Dankeschön der Automobilindustrie

26.03.2007 | Der frühere Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann soll neuer Präsident (Cheflobby- ist) des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) werden, melden die Medien. Wähler in Wissmanns Wahlkreis Ludwigsburg wissen nun, wessen Interessen er bis dato vertreten hat und weiterhin vertreten wird.

Matthias Wissmann lobt die Branche trotz ihres Versagens. Frech weist er die von der EU geplanten verbindlichen Emissionswerte - die die einzig richtige Antwort auf das völlige Scheitern der Selbstver- pflichtung sind - empört zurück.
Nun zeichnet sich ab, daß sich bei der Umgestaltung der Kraftfahrzeugsteuer die Industrie durchsetzt. Diese soll sich künftig nach dem CO2-Ausstoß richten. Aber die Berechnung soll so erfolgen, daß es niemandem wehtut. Die Industriehörigkeit der deutschen Politik ist allgemein bekannt.

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