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Krieg


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Was ist das Grundrecht auf Streik noch wert?

Mit Richtern ist es ähnlich wie mit Ärzten: Man muss nur lange genug suchen, dann findet man schon einen, der tut, was man will. Zum Beispiel gesunde Mandeln entfernen. Oder einen Streik verbieten. Die Bahn hat dieses Prinzip an diesem Mittwoch erfolgreich genutzt. Die Arbeitsgerichte in Hagen und Stuttgart wollten nicht entscheiden, in Frankfurt dauerte es dem Bahnmanagement zu lange. Da nahm man eben Nürnberg. Siehe da: Treffer, versenkt. (Karsten Polke-Majewskis Kommentar in ZEIT online)

Streiken nur noch, wenn es keinen weh tut?

Man ist ja von deutschen Juristen einiges gewohnt, doch was sich das Arbeitsgericht Nürnberg am Mittwoch geleistet hat, löst dennoch Erstaunen aus. Dessen Richter haben mal eben ohne jegliche Anhörung oder Verhandlung das in der Verfassung garantierte Streikrecht faktisch abgeschafft. Alleine das Verbot des ge- planten Arbeitskampfes der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ist bereits ein Skandal, aber die Begründung schlägt dem Faß den Boden aus. Durch den Streik drohten nicht nur der Bahn AG, sondern der gesamten Volkswirtschaft insbesondere in der Hauptreisezeit immense wirtschaftliche Schäden, heißt es dort wörtlich. Die fränkischen Provinzrichter sind demnach der Auffassung, daß das Interesse von Gewerk- schaften an der Durchsetzung tariflicher Forderungen den Umsatz- und Gewinninteressen von Unternehmen unterzuordnen ist ... Richtern, die derartig leichtfertig mit dem Grundgesetz der Verfassung hantieren, sollte schleunigst klargemacht werden, daß sie zwar unabhängig sind, dieser Status aber kein Freibrief für offenen Rechts- und Verfassungsbruch ist. (Rainer Balcerowiak, junge Welt)
"Dass Nürnberg ein bundesweites Verbot ausgesprochen hat, liegt außerhalb der Kompetenz des Gerichts." (Arbeitsrechtsexperte Wolfgang Däubler von der Universität Bremen)

Rudolf Dreßler rechnet heute mit der SPD-Spitze ab

09.08.2007 11:14:27

Mit deutlichen Worten hat der frühere Bundestagsabgeordnete, Parlamentarische Staatssekretär und Vorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen, Rudolf Dreßler, mit der SPD-Spitze abgerechnet. Der Düsseldorfer Tageszeitung "Rheinische Post" sagte er, die SPD sei keine Volkspartei mehr. Anderes zu behaupten, sei angesichts aktueller Umfragewerte von 24 Prozent einfach lächerlich. Er fügte hinzu: "Wenn ich mir diesen Laden angucke, bleiben Wut, Enttäuschung, Bitterkeit."
Für Dreßler ist der ehemalige SPD-Vorsitzende und jetzige Spitzenmann der neuen Partei Die Linke, Oskar Lafontaine, mehr Sozialdemokrat geblieben, als etwa Franz Müntefering oder Gerhard Schröder. Dreßler: "Ich kenne Lafontaine gut, und zwar mit seinen Stärken und seinen Schwächen. Er hat sich in seinen Grundpositionen nicht wesentlich geändert, die SPD aber hat sich geändert, vorangetrieben von bestimmten Führungspersönlichkeiten. Schröder und Müntefering waren es nicht alleine." Wer ohne Not eine Koalition mit der Linkspartei ausschließe, weil er Lafontaine nicht leiden könne, der schade der SPD.


"Man soll niemals nie sagen. Denn wenn die SPD so weitermacht, dann weiß ich nicht, wie ich noch eine Mitgliedschaft begründen soll."
Der frühere SPD-Arbeitsminister Rudolf Dreßler gegenüber der Nachrichtenagentur ddp über einen möglichen Wechsel zur Linken


Jeder dritte Deutsche ein Linker?

Nur 16 Prozent der 1000 Befragten unterstützen die Regierungspolitik. In einer Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der Wochenzeitung DIE ZEIT erklärten 34 Prozent der Befragten, sie seien im politischen Spektrum links zu verorten, 52 Prozent ordneten sich selbst der politischen Mitte zu und nur 11 Prozent der Rechten. Selbst unter CDU-Anhängern sieht sich jeder Vierte als Teil des linken politischen Spektrums. Bei den SPD-Anhängern sehen sich 39 Prozent als "links", bei der FDP 23 Prozent und bei den Grünen sogar 76 Prozent. Die Umfrage zeigt eine große Zustimmung zu politischen Forderungen, die vor allem von der Linkspartei vertreten werden: 67 Prozent der Befragten wollen Unternehmen wie die Bahn sowie die Energieversorgung in staatlicher Hand lassen. Vor allem von Anhängern der Volksparteien wird diese Haltung geäußert; von den SPD-An- hängern sind 72 Prozent für Staatsunternehmen, von den Unionswählern immerhin 71 Prozent. 68 Prozent der Befragten sind für die Einführung von Mindestlöhnen. 62 Prozent halten die Beteiligung der Bundeswehr an Einsätzen in Afghanistan für "eher falsch"; 82 Prozent fordern, das Rentenalter wieder von 67 auf 65 Jahre zu senken.

Vergiß Deinen Namen

..und Deinen Vornamen. Dein Name wird demnächst eine elfstellige Nummer sein. Deinen neuen Namen, den der Staat Dir zugeteilt hat, wirst Du mit der Post erhalten. Du darfst ihn nicht vergessen. Deinen richtigen Namen - den man Dir am Tag nach Deiner Geburt gegen hat - den schon. Wenn Du Deinen Namen demnächst bekommst, dann existierst Du. Bekommst Du aber keinen Namen, dann gibt es Dich nicht. Ohne den neuen Namen brauchst Du nirgendwo mehr hinzugehen, zu keiner Behörde, zu keiner Bank. Ohne Deinen neuen Namen bist Du ein Nichts. Dein Nummernname enthält alle Grund- daten. Steuerhinterziehung oder ein Mißbrauch staatlicher Leistungen - denk nicht mal dran - Dein neuer Nummernname ist mit Deiner Kontonummer bei der Bank verknüpft.

Übertritte noch und nöcher

Das Grünen-Mitglied Barbara Spaniol hat ihren Übertritt zur Partei "Die Linke" vollzogen. Frau Spaniol wirft ihrer Partei vor, die Hartz-IV-Gesetze mitgetragen zu haben. Sie kritisiert außerdem die Haltung der Grünen zur Rente mit 67 und zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Rolf Linsler (ver.di) wechselt von der SPD zur Partei "Die Linke". Weitere Mitglieder der Dienstleistungsgewerk- schaft haben ihren Übertritt bekannt gegeben. Übertritte werden wohl noch einige stattfinden und das ist gut so. Die SPD muß es nicht geben - die Grünen auch nicht. (mat)

Max Strauß nach 12 Jahren freigesprochen

21:01 06.08.2007 | Der Sohnemann des früheren bayerischen Ministerpräsidenten ist nach fast zwölf- jährigen Ermittlungen vom Vorwurf der Steuerhinterziehung freigesprochen worden. Wundert sich irgend- jemand? Die bayerische Justiz hat sich mächtig blamiert. Die Augsburger Richter fanden keine aus- reichenden Beweise dafür, daß der Angeklagte Provisionen vom Waffenhändler Karlheinz Schreiber er- halten habe, sodaß auch der Vorwurf der Steuerhinterziehung entfiel. Eine bei Max Strauß als Beweis- mittel beschlagnahmte Computerfestplatte war plötzlich verschwunden und blieb bis heute unauffindbar. Ein Staatsanwalt wurde grundlos auf eine andere Stelle versetzt, so daß er aus den Ermittlungen aus- schied. Nein, man muß sich nicht wundern!

Wer ist für Altersarmut verantwortlich

Die Renten von Neuruheständlern sind seit dem Jahr 2000 um im Schnitt 14,5 Prozent gesunken, die Politikerpensionen sind im gleichen Zeitraum um 6,5 Prozent gestiegen. Müntefering ist ursächlich für diese Altersarmut verantwortlich. Die SPD sollte ihn, Struck und Steinbrück ganz, ganz schnell in den Ruhestand schicken. Die Deutschen kriegen schon Zustände, wenn sie diese Herren ansichtig werden. Diese wandelnden Irrtümer müssen weg, damit sich die SPD bis formieren kann. Andererseits: Die SPD muß es nicht geben!
Sozis werden schon vorsichtiger. Wohlwissend, daß sie als Arbeiterverräter gebrandmarkt sind, verhin- dern sie derzeit die Reform der Unfallversicherung. Anders als Kranken-, Renten- und Arbeitslosen- versicherung (von einer rotgrünen Bundesregierung, der Schröder-Regierung, gründlich zerstört) wird die gesetzliche Unfallversicherung allein durch die Arbeitgeber finanziert. (mat)

>>Ein zweites Vietnam Joshua Key (mit Lawrence Hill): Ich bin ein Deserteur. Mein Leben als Soldat im Irakkrieg und meine Flucht aus der Armee; Hoffmann und Campe, 2007; 255 S., 18,95
>>Deutsche Intellektuelle 1914/1999 (05.08.2007) Ein Jahr nach dem dritten deutschen Krieg im 20. Jahrhundert bedauert die Mitgliederversammlung des PEN-Zentrums Deutschland, daß Schriftsteller dazu bereit waren, sich hinter die Friedenspolitik der deutschen Bundesregierung zu stellen, die eine Politik des Krieges war.
>>Wem nützt die Privatisierung der Bahn? Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung schätzt den Wert des gesamten Bahnkonzerns auf über 180 Milliarden Euro. Der Bund plant nun bis zu 49 % zu verkaufen. Und jetzt kommt der zu erwartende Preis: 9 bis 12 Milliarden Euro. Die halbe Bahn ist für ein Zehntel ihres Wertes zu haben.
>>Zwischenbilanz zur Politik der Privatisierung Aus öffentlichen Monopolen wurden global operierende private Monopole..

Ein faschistoider Versuch, die Freiheit der Berichterstattung einzuschränken

Gegen 17 Journalisten wurde wegen Beihilfe zum Geheimnisverrat ein Ermittlungsverfahren eröffnet. Es geht um die Entführung des Deutsch-Libanesen Khaled el-Masri durch die CIA, das Schicksal des lang- jährigen Guantanamo-Häftlings und Bremer Türken Murat Kurnaz sowie um den von US-Soldaten ver- schleppten Deutsch-Ägypter Abdul-Halim Khafagy.
Redaktionen von sieben Zeitungen und des SPIEGEL protestieren in einer gemeinsamen Erklärung ge- gen die Ermittlungen, die der BND-Ausschuß gegen die 17 Journalisten angestoßen hat. Eine ganze Reihe von Politiker, darunter der heutige Außenminister und frühere Kanzleramtschef Frank-Walter Steinmeier (SPD), Ex-Außenminister Joschka Fischer (Grüne), Ex-Innenminister Otto Schily (SPD), der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Ernst Uhrlau, und sein Amtsvorgänger, der heutige Innenstaatssekretär August Hanning sehen nach Befragungen durch den Ausschuß gar nicht gut aus.

Al-Qaida-Videos alle gefälscht?

12:38 04.08.2007 | Der amerikanische Computerexperte Neal Krawetz hat Beweise dafür vorgelegt, daß sogenannte Al-Qaida-Videos in der Regel digital manipuliert wurden. Urheber sei die Firma IntelCenter, die dem Pentagon nahesteht und für die Herausgabe der Videobänder verantwortlich zeichnet. Mit einer von Krawetz vorgestellten neuen Technologie läßt sich zurückverfolgen, wann und mit welcher Kamera ein digitales Bild aufgenommen wurde sowie wann und wie es mit welchem Bildbearbeitungsprogramm geändert wurde. jW

Public Private Partnership

09:13 03.08.2007 | ... Am 16. Juli hat das private Firmenkonsortium Metronet in London Antrag auf Insolvenz gestellt. Metronet hatte sich 2003 verpflichtet, den größeren Teil der maroden Londoner U- Bahn zu sanieren und 30 Jahre lang in Schuß zu halten. Jetzt muß aufgrund des Public-Private- Partnership-Vertrags der Staat die Folgen tragen. Schon drei Jahre nach dem Start erweist sich das Projekt als Milliardengrab für die Steuerzahler ...
Werner Rügemer: Seit der Privatisierung ist nichts besser, aber vieles schlechter geworden. Leid- geprüfte Benutzer der privatisierten Bahn in Deutschland werden viel Bekanntes erkennen.
Die Londoner U-Bahn ist unpünktlich, die Fahrpreise sind in die Höhe geschnellt. Signale fallen aus, Weichen klemmen, die Motoren der Züge springen nicht an. Unfälle, Entgleisungen und Stopps häufen sich ...

>> Verdienen an leeren Kassen Geld vom Staat!
>> Die wahren Heuschrecken Der Staat ist weitgehend ausgeraubt. Alles, was sich für Private lohnte, wurde privatisiert: Wasser, Energie, öffentliches Verkehrswesen, Wohnen kurz alles das, was Menschen kaufen müssen, um zu überleben, befindet sich weitgehend in den Händen Privater.
>> Gerlinde Schermer Alle Public-Private-Partnership-Modelle (PPP) sind auf unterschiedliche Weise, aber mit schlafwandlerischer Sicherheit stets zu ungunsten des Partners Staat ausgegangen. Der Grund war dabei immer der, daß der Staat den Privaten die Geschäftsleitung übergeben hat. Grund war die feste Überzeugung, daß Private alles besser machen.

Wollen die USA ihren Jahrhunderttraum von der Weltherrschaft verwirklichen?

Es sieht ganz danach aus. Dazu ist die Eliminierung Rußlands, als das bedeutendste Hindernis zur vollen Kontrolle über Eurasien und seine Ressourcen, unbedingt nötig. Die USA bauen ihr militärisches Potential für einen Krieg gegen Rußland bereits auf und mit antirussischer Propaganda wird die amerikanische Öffentlichkeit aufgehetzt. Vier ehemalige russische Generäle sind sich sicher, daß sich die USA auf einen Krieg mit Rußland innerhalb der nächsten zehn Jahre vorbereiten.

Wie kommen die Russen dazu, so etwas zu sagen? Vermutlich haben sie nur 1 + 1 zusammengezählt. In der Summe sieht auch ein westlicher Beobachter, daß sich etwas bedrohliches zusammenbraut. Die Nato-Länder rüsten auf wie verrückt. Allen voran die USA und Deutschland. Gleichzeitig werden in allen westlichen Ländern die sozialen Sicherungssysteme auf US-Niveau gebracht oder - wie in Deutschland geschehen - gründlich zerstört und eine menschenverachtende Biopolitik [ 1 ] betrieben. Biopolitik ist eine neue Form der Endlösung, eine moderne Opferselektion im Sinne von Verlierertum, ein Produkt des Hyperkults Neoliberalismus. Das Bildungssystem in Deutschland wurde bereits soweit verändert, daß Bildung für junge Leute aus der unteren Schicht nicht mehr bezahlbar und somit unmöglich ist. Wen wundert da noch, daß junge Leute aus verarmten, verunsicherten, ausgegrenzten Familien und ohne Perspektive in die Bundeswehr drängen. Für die aktuellen und die folgenden Kriege braucht das Land, brauchen die Länder dumme, ungebildete und chancenlose junge Menschen, die ohne zu murren in den Krieg ziehen. Wer nicht heimkehrt, wird ersetzt. Die Söhne der Reichen werden zum studieren in die USA geschickt und ganz bestimmt nicht zur Ressourcensicherung nach Afghanistan, Schwarzafrika oder - wovor uns Gott bewahre - irgendwann nach Rußland.
Dem Sozial- und Bildungsabbau folgt die Einschränkung von Freiheitsrechten. Schärfere Sicherheits- gesetze werden angestrebt, die Bundeswehr soll im Innern eingesetzt werden können. Die gewollte Trennung der Staatlichen Gewalt für die Innere und Äußere Sicherheit gehört wohl bald der Vergangen- heit an. Der Schutz vor der Gefahr des Terrorismus muß dafür herhalten, das Grundgesetz zu ver- ändern. 80 Millionen Bundesbürger verlieren scheibchenweise ihren freiheitlichen Schutz, den ihnen das Grundgesetz garantiert hat. Das Militär soll als repressive Ordnungsmacht im Inneren eingesetzt werden können. Ein Einsatz des Militärs gegen Demonstranten zum Beispiel, oder weil die Herrschaft einer winzigen Minderheit, die Herrschaft des Kapitals, mit andern Mitteln nicht mehr aufrechtzuerhalten ist. Um die Bevölkerung an den Anblick von Soldaten im Straßenbild zu gewöhnen, um Akzeptanz in der Bevölkerung für weitergehende Inlandseinsätze zu schaffen, sind immer öfter Soldaten zu sogenannten Amtshilfeeinsätzen in der Öffentlichkeit zu sehen. Soldaten treten inzwischen vermehrt auf Märkten oder Sportveranstaltungen in Erscheinung. Beim Berlin-Marathon im vergangenen Jahr waren 322 Soldaten im Einsatz. "Technische Amtshilfe" lautet das Zauberwort, mit dem Einsätze der Bundeswehr wie beim G-8-Gipfel, bei der WM, aber auch bei anderen Veranstaltungen begründet werden. Die Bundeswehr nimmt zunehmend Aufgaben wahr, die früher das Technisches Hilfswerk (THW) oder das Rote Kreuz leisteten. Beim G-8-Gipfel in Heiligendamm im Juni 2007 hätte manch einer dort gern einen bewaffneten Einsatz gesehen.

Die amerikanische Journalistin Naomi Wolf beschreibt im Guardian "Ein faschistisches Amerika in zehn Schritten". Ohne auf tatsächlichen Widerstand zu stoßen, kann der Präsident das Militär nun als Polizeitruppe für innenpolitische Zwecke einsetzen und zwar im Falle einer Naturkatastrophe, eines Seuchenausbruchs, eines Terrorangriffs oder "anderer Gegebenheiten" Der Präsident kann also zu jeder Zeit landesweit das Kriegsrecht verhängen. Eine solche Macht streben Bundeskanzlerin Angela Merkel, der amerikahörige Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) aber auch der Regierungschef von Frankreich - Sarkozy - an. Wie heute mit dem grundgesetzlich verankerten Demonstrationsrecht um- gegangen wird, wurde auf dem G8-Gipfel in Heiligendamm deutlich. Christine Wicht: Sozialabbau und Einschränkung der Freiheitsrechte sind die beiden Seiten der gleichen politischen Münze.

Würde sich eine deutsche Journalistin oder ein deutscher Journalist trauen einen gleichlautenden Auf- satz wie Naomi Wolf zu recherchieren und zu schreiben, so müßte die- oder derjenige zu dem Schluß kommen: "Nur noch ein Schritt und in Deutschland sind die Faschisten wieder an der Macht!" (mat)

Der Schäuble-Katalog: BKA-Gesetz, Online-Durchsuchungen, Vorbeugehaft, Bundeswehreinsatz im Innern, Handy- und Internetverbot für Gefährder, Gezielte Tötung von Terroristen.

>>Eugen Drewermann Die Bewahrung des Menschen konzentriert sich wie im Brennglas in einem einzigen Konflikt, dessen Wort heißt: Krieg! Ein Albtraum..

Maulwürfe

Um Leiharbeiter aus den Konzernzentralen in den Ministerien von Bund und Ländern zu beschäftigen, fehlen die gesetzlichen Grundlagen komplett. Eine öffentliche Kontrolle ist auch nicht möglich. Leih- arbeiter in den Ministerien haben ein eigenes Büro, eine eigene E-Mail-Adresse, eine eigene Visiten- karte. Bezahlt werden sie vom Entsender. Schon deshalb, weil die Ministerien kaum Geld haben und auch die öffentliche Besoldung jeden aus der Privatwirtschaft abschreckt.
Die Energiekonzerne Eon und Wintershall erklären die Abordnung ihrer Mitarbeiter ins Auswärtige Amt zu "Personalentwicklungsmaßnahmen". Die Entsandten arbeiten in der Abteilung, in der über Energie- politik mitentschieden wird. So dicht dran an den Themen ihrer Arbeitgeber sind diese Leute fast immer. Mitarbeiter des Beratungskonzerns Pricewaterhouse Coopers unterstützen das Wirtschaftsministerium in den Bereichen Exportkreditgarantien und Direkte Investitionen im Ausland. Im Finanzministerium ar- beiten Banklobbyisten in der gesetzesfreudigen Finanzmarkt-Abteilung.
Die Ministerialen schweigen am liebsten zu allen Vorgängen. An der Vorbereitung, der Diskussion und Stoßrichtung der Gesetze der letzten Jahre haben diese Leute natürlich mitgewirkt, behauptet jemand der es wissen muß - ein ehemaliger Entsender, heute Professor an einem privaten Lehrinstitut. Lobbyisten von Fondsgesellschaften haben im Bundesfinanzministerium an einem Gesetzentwurf mit- gearbeitet, der Unternehmen ihrer Branche Steuererleichterungen gewährt.
Jeder Haus- und Grundbesitzer, jede Deichacht weiß, was Maulwürfe für Schaden anrichten können.

Neue Studie über ALG-II-Empfänger besagt:

Sie sind verarmt, verunsichert, ausgegrenzt und ohne Perspektive. Von der Sozialwissenschaftlerin Anne Ames ist eine Studie über Auswirkungen der Hartz-IV-Gesetzgebung auf die Betroffenen er- schienen.
Dem letzten Kapitel der Untersuchung mußte die Wissenschaftlerin die Überschrift Verarmt, verun- sichert, ausgegrenzt und ohne Perspektive geben. Ein anderes Fazit ließen Angaben und zugehörige Erläuterungen der Befragungsteilnehmer nicht zu.
Eine erschreckend hohe Zahl von Betroffenen sieht die Beziehungen zu den eigenen Kindern, den ei- genen Partnern und Partnerinnen, zu anderen Angehörigen und zu Freunden als schwer belastet und gestört an.

[ 1 ] Biopolitik kann u.a. verstanden werden als das Fine-Tuning der biologisch-politischen Struktur einer Bevölkerung im Interesse der jeweiligen Machteliten, beispielsweise durch gesundheitspolitische Maß- nahmen oder durch die Manipulation des Gesundheitsverhaltens, wobei differenzierte Bevölkerungs- reduktion und Profite der Gesundheitsindustrie durchaus Hand in Hand gehen können. (h.j. krysmanski) >> Weiterlesen?
Biopolitik kann als Biomacht verstanden werden die Abschöpfung und eine Regulierung der Bevölkerung organisiert.
Heute sind etwa 2,9 Millionen Deutsche 80 Jahre alt, im Jahr 2050 werden es an die 7,9 Millionen sein, wenn nicht eine raffiniert eingefädelte "Biopolitik" das verhindert.
Susan George beschreibt in ihrem fiktiven Lugano Report. >>Ist der Kapitalismus noch zu retten?<<, wie eine Expertenkommission den großen internationalen Organisationen wie Weltbank und Inter- nationaler Währungsfond, den G7-Staaten, den Clubs von London und Paris, dem World Economic Forum usw. sogenannte "Bevölkerungs-Reduktionsprogramme" empfiehlt. Mit dieser "Weltbevölkerungs- politik" (Biopolitik) soll die Menschheit von heute sechs Milliarden auf vier Milliarden im Jahr 2020 redu- ziert werden. Denn nur so werde der Kapitalismus nicht an seinen eigenen Widersprüchen zugrunde gehen. Ganz nüchtern setzen die "Experten" auf eine Reihe von - möglichst rationalen und unauffälligen - Strategien zur Weltbevölkerungsreduktion. Dabei soll sich der überflüssige Teil der Bevöllkerung, der "Sozialmüll", am besten selbst erledigen und seine wahren Liquidatoren nicht erkennen, und zwar u.a. durch Kampf der Kulturen und Krieg der Identitäten sowie entsprechende Waffenexporte; durch Hungersnöte - denn sie treffen selten die wohlhabenden gesellschaftlichen Eliten; durch Einsatz von Gentechnologie in der Landwirtschaft mit noch unabsehbaren tödlichen Folgen; durch Beförderung von Krankheiten und Seuchen, etwa Tuberkulose, Malaria und vor allem durch die Immunschwächekrankheit - AIDS.

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