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Steuern

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Einfachsteuer

Alternativen zum komplizierten deutschen Steuerrecht haben keine Chance
Das deutsche Steuerecht ist nicht nur schwierig sondern im höchsten Maße ungerecht. Das Bundesverfassungsgericht fordert schon seit Jahren ein klares und verständliches Steuerrecht. Tatsächlich aber verschlimmert sich das Unrecht von Jahr zu Jahr und mit jeder neuen Bundesregierung.
Bürger, Steuerberater und Finanzbeamte blicken seit Jahren durch die Steuergesetze nicht mehr durch. Der sich nicht wehrenkönnende Bürger ist inzwischen alleiniger Steuerzahler, während die Unternehmen erstmals in der Geschichte dieses Landes, in diesem Jahr überhaupt keine Steuern mehr bezahlen, im Gegenteil, der Fiskus muß an die Unternehmen zahlen und das ist einmalig auf diesem Globus. Für Steuerausfälle muß allein der Bürger aufkommen und die amtierende rot-grüne Bundesregierung hat damit überhaupt kein Problem.

Es gibt aber Konzepte für eine wesentlich einfachere Steuer. Eines gilt als besonders fair, sein Grundprinzip: Jeder zahlt gleich viel. Ausgearbeitet wurde es von Professor Manfred Rose und seinem Team an der Universität Heidelberg. Sie entwickelten ein komplett neues Steuergesetz für Deutschland: Eine Einfachsteuer.

Wie die Einfachsteuer funktioniert
Daß es einfacher wird, zeigt dieser Vergleich: Steht das heutige Einkommensteuergesetz auf 254 Seiten, kommt die Alternative mit einem Zehntel aus. Die Lösung: Weg mit Steuertabellen und unverständlichen Formularen. Die ganze Literatur über Abschreibungsmöglichkeiten und Steuervergünstigungen könnte man schreddern.

Beispiel: Ausgangspunkt ist der jährliche Arbeitslohn. In unserem Fall 15.000 Euro. Davon darf jeder die einheitliche Werbungskostenpauschale in Höhe von 1200 Euro abziehen. Außerdem sämtliche Sozialversicherungsbeiträge - in unserem Fall 3060 Euro. Und den Grundfreibetrag, der für jeden 10.000 Euro beträgt. Das ist alles. Heraus kommt das zu versteuernde Einkommen, in unserem Fall 740 Euro. Auf diese Summe müssen nun 25 Prozent Steuern gezahlt werden. Ein Steuersatz, der für jeden gilt. Hier wären 185 Euro pro Jahr fällig.

Beispiel: ein berufstätiges Ehepaar. Bei einem gemeinsamen Jahreseinkommen von 30.000 Euro wären nach heutigem Recht etwa 1632 Euro im Jahr fällig, mit der Einfachsteuer nur noch 370 Euro. Und auch bei höheren Einkommen zahlt sich die Einfachsteuer aus. Nicht nur der Steuerzahler hätte mehr in der Kasse, sondern auch der Fiskus.

Kein Modell für Deutschland
In Deutschland steht die Einführung der Einfachsteuer, so das Bundesfinanzministeriums, nicht zur Debatte. Erfolge in mehreren Ländern sind bekannt, andere denken ernsthaft über die Einfachsteuer nach. Nur Deutschland nicht. Daß das Modell auch funktioniert, ist längst bewiesen. Der Staat hat mehr im Steuersäckel, obwohl alle weniger zahlen.

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