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Konzerne in Schieflage

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Mein Papa, Wirtschaftswissenschaftler, spricht mit einen Volkswirtschaft lehrenden Professor an der Universität Bremen. Ich bin Susanne, höre interessiert zu und mache mir Notizen.

Papa:Drei große Konzerne haben Probleme - VW, Opel und Karstadt ...

Professor: Wen wundert das, die Inlandsnachfrage ist in den letzten Jahren massiv gedrosselt worden. Es hat Massenentlassungen gegeben, es wurde Lohnzurückhaltung gefordert. Gewerkschaften haben auf Lohnsteigerungen verzichtet und sich auf Lohnsenkungen eingelassen. Da ist es doch kein Wunder, wenn die Binnennachfrage zurückbleibt.

Unternehmerverbände, aber auch die Politiker fordern immer wieder, angesichts der wirtschaftlichen Lage müßten Opfer gebracht werden. Eine Senkung der angeblich zu hohen Arbeitskosten wird verlangt?

Kriterium für den internationalen Vergleich ist das Verhältnis von dem, was Beschäftigte kriegen, zu dem, was sie leisten. Und diese Lohnstückkosten sind in Deutschland seit vielen Jahren rückläufig. Deutschland ist aber nach wie vor Exportweltmeister ... Das Kapital will bestimmte Macht- und Verteilungspositionen korrigieren.

Was darauf hinausläuft, daß diejenigen, die ihr Einkommen opferten, dieses nicht mehr bei Karstadt ausgeben können.

Richtig!

Hat die Politik sich die Argumente des Kapitals zu eigen gemacht?

Nein, es sind einzelne Unternehmen, die Druck machen. Siemens, Kaufhof/Metro oder DaimlerChrysler.

Den Menschen gehen sie an die letzten sozialen Absicherungen ...

Ja, und sie versichern uns: Noch eine Runde und dann wird wirklich alles gut. Diese Runden haben wir nun mehrfach erlebt; nichts ist gut, sondern alles ist schlechter geworden. Das ist politisch so gewollt.

Was sagen Sie den Arbeitslosen und denen, die noch Arbeit haben, wenn man Sie fragt?

Ihr müßt euch wehren ... Harter Widerstand ist wichtig. Auf die Frage: Welche Alternativen haben wir denn, würde die Antwort sein: Es gibt genügend Modelle.

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