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Irrweg Große Koalition


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Der Kampf gegen die Mächte der globalisierten Welt, namentlich Weltbank, IWF, WTO und trans- nationale Konzerne ist verloren.

Zwangsarbeit boomt

31.12.2005 | Man kann heute schon sagen, daß die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen in Ein-Euro- Jobs als vermeintlicher Übergang zum ersten Arbeitsmarkt, ebenfalls gescheitert ist. Das zeigen Aus- wertungen der ersten abgeschlossenen Beschäftigungszyklen in mehreren Bundesländern. Dennoch wollen viele Kommunen diese Form der Zwangsarbeit fortsetzen. Null-Euro-Jobs sind im kommen. In den privat betriebenen Strafvollzugsanstalten könnte man Null-Euro-Jobber einsetzen. Über eine Aus- weitung auf gewerbliche Betriebe wird laut nachgedacht. Die Kenntnisse und Erfahrungen der Jobber sollen helfen, den Vorsprung unserer Unternehmen auszubauen. In Hamburg ist man inzwischen ganz offen zu rechtswidrigen Praktiken übergegangen.

Lohnräuber

30.12.2005 | Dort, wo Superreiche in der Anzahl immer mehr werden, muß zwangsläufig etwas verkehrt laufen. 59 Deutsche - längst in die Schweiz abgehauen - gelten als superreich. Das laut PISA klügste, nach OECD-Berechnungen innovationsfreudigste und produktivste Land Europas, nämlich Finnland, hat keinen einzigen Milliardär. Silvio Berlusconi, Ministerpräsident, Herrscher über das Fernsehen, ist nicht nur mächtigster, sondern auch reichster Mann Italiens.

Überprüfung von Hartz

Die Hartz-Reformen verpuffen

Die Hartz-Reformen verfehlen ihr Ziel die Arbeitslosigkeit zu senken. Einzelne Teile wirken sogar kontra- produktiv lautet das Ergebnis der wissenschaftlichen Evaluierung der Reformpakete Hartz durch eine Reihe von Forschungsinstituten im Auftrag der Bundesregierung. Nach der Studie sind große Teile der Hartz-Reformen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Deutschland ungeeignet. Besonders schlecht kommen nach einem Bericht des "Handelsblattes" die Personal-Service-Agenturen (PSA) weg. Die mehrere tausend Seiten umfassenden internen Berichte liegen dem Handelsblatt vor, wie die Verlags- gruppe behauptet. Sie wurden von den führenden ökonomischen Denkfabriken Deutschlands erstellt, unter anderem dem Wissenschaftszentrum Berlin sowie den Wirtschaftsforschungsinstituten DIW, RWI und ZEW, heißt es. Wundert das irgend jemand? Nein! Alle haben gewußt: Hartz wird ein Flop. Wieder einmal wurde viel Geld ausgegeben, um etwas festzustellen, was wir schon lange wissen. Nur unsere führenden (Dumm)Köpfe wissen es nicht oder wollen es nicht wissen. Die Union will es besser machen, das kostet wieder 40 Milliarden Euro, wenn nicht mehr.
Versprochen wurde einst eine Halbierung der Arbeitslosigkeit. Die neuen Befunde liefern einen weiteren Beweis für das Scheitern der rot-grünen Reformpolitik.
Peter Hartz (Bestechung, Bordells, Brasilianerinnen) mußte 2005 bei VW seinen Posten als Arbeits- direktor niederlegen und er kann froh sein, daß er nicht im Gefängnis landete. Hartz weg, Schröder weg, Merkel, Müntefering und Platzeck stolpern auch noch über die Hartz-Reformen und Gerhard Schröders Agenda 2010 - keine Sorge.

Was wollte der Bundespräsident uns sagen?

27.12.2005

"Ein bisschen mehr Ehrlichkeit, Anständigkeit und Redlichkeit im täglichen Umgang können uns wirk- lich nicht schaden." Wen oder was meint er? Die gebrochenen Wahlversprechen der Politiker oder die Raffkes, die sich ihre Einkommen schamlos erhöhen und gleichzeitig Tausende Arbeitnehmer auf die Straße setzen, die ihr Schwarzgeld ins Ausland verschieben, oder meinte er uns?
Die Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten war schlecht, dumm, unbedacht, einfach niveaulos. Der Mann ist weit davon entfernt, Präsident aller Deutschen zu sein. Der Mann ist ein sehr gut bezahlter Schreibtischtäter, ein kapitalistischer Ideologe. Der Mann denkt und fühlt immer noch als Präsident des Internationalen Währungs-Fonds.

Die SPD regierte sieben Jahre

Niemals hätte es dazu kommen dürfen. Sieben Jahre lang hatten wir Superminister, die dümmer nicht sein konnten. Und sieben Jahre hatten wir einen Superkanzler, der große Schuld auf sich geladen hat. Superminister und Superkanzler bedienten Geldfließbänder, die direkt zu den Konzernen und damit ins Nirwana führten. Sie plünderten rigoros, trieben Arbeitnehmer in Lohnverzicht, Arbeitslosigkeit und Aus- sichtslosigkeit.
Im vorigen Jahrhundert wurden aus Sozialdemokraten ganz fix Nationalsozialisten, im neuen, gerade an- gebrochenen wurden sie ganz schnell zu Neoliberalen, die die wahren Liberalen, die Gelben und die Schwarzen einfach in die Ecke stellten aus der sie nun ganz vorsichtig hervortreten um nun ihrerseits ihre Amtszeit gegen die Menschen zu nutzen und den Konzernen zu dienen. Bedauerlich ist, daß weder die Menschen im Land, noch ihre Politiker wissen, was ein Konzern eigentlich ist. Ein Konzern geht über Leichen weil Kapitaleigner das verlangen. Konzerne brauchen kein Volk. Sie brauchen nur Kapitaleigner - die Reichen. Ein Konzern ist im Grunde nichts, ist imaginär, eine Maschinerie, eine künstliche Konstruktion. Ein Konzern besteht ausschließlich aus Geldgebern. Nur der Gewinn spielt eine Rolle. Konzerne haben willige Erfüllungsgehilfen. Berühmt ist George W. Bush. Tony Blair, Gerhard Schröder und Angela Merkel sind auch so willige Erfüllungsgehilfen. Sie führen einen erbarmungslosen Krieg gegen das eigene Volk. Sie sind an allerschlimmster Politik beteiligt und sehen nicht, was sie an- richten. Sie haben sich die Freiheit auf die Fahne geschrieben und meinen damit nur die eigene. Sie wollen zu den Reichen zählen, sind ausschließlich am Geld interessiert. Gerhard Schröder zeigt die Gefolgschaft des Kapitals erst heute. Die freche Offenheit - das Bekenntnis zum Kapitalbandentum hat er von George W. Bush gelernt. Sozialdemokraten haben Deutschland den Konzernen gegeben. Die Menschen vor der Glotze mit Chips und Blödheit vollgestopft, haben es nicht bemerkt. Sie haben nicht bemerkt, daß die Wasserversorgung einiger Länder und Kommunen von Konzernen aufgekauft wurden. Wozu braucht man eigentlich eine Partei, die sich sozialdemokratisch nennt? Carl von Ossietzky sagte einmal: "Sozialismus bei der Sozialdemokratie suchen, das hieße, von einem Brombeerbusch Bananen verlangen." Noam Chomsky: "Der Staat wird den Armen genommen, um ihn den Reichen zu geben."

Die Quelle alles Bösen ist die Liebe zum Geld!

Nach seinen Posten beim Schweizer Ringier Verlag und dem russischen Energie-Riesen Gazprom (ein Synonym für Korruption) hat der Altkanzler jetzt einen weiteren Job in der Tasche. Als Polit-Promi tritt Gerhard Schröder bei der weltweit führenden Redner-Agentur Harry Walker auf, läßt sich für Vorträge buchen. Insider sagen: Schröder könne zwischen 50000 und 100000 Dollar plus Spesen pro Abend für seine Auftritte verlangen. Gerhard Schröder wird also bald gewissen Leuten in Hongkong oder New York berichten, wie er sein Heimatland erfolgreich an den Rand des Ruins brachte, daß die Hartz-Gesetze Blödsinn sind und wie er nebenbei zum Millionär wurde.

Jürgen Roth, Experte für Wirtschaftskriminalität, nennt Gasprom ein Selbstbereicherungssystem mit kriminellen Strukturen. Mit seinem Engagement für den Konzern habe Altkanzler Schröder "nicht in deutschem Interesse gehandelt", sagt Roth in einem SPIEGEL-ONLINE-Interview.

Für den Lebensunterhalt sorgt der Konzern

18.12.2005 | Stellen DaimlerChrysler oder E.ON bald die Staatssekretäre im Wirtschaftsministerium, Siemens den Chef des Kanzleramtes, der Bundesverband der Deutschen Industrie die Amtsleiter für das Sozialministerium? Undenkbar ist das nicht. Wie wir wissen, stellen genannte Unternehmen ja schon hochbezahlte Mitarbeiter ab, die in den einzelnen Ministerien, wie zum Beispiel dem Finanz- ministerium, an Gesetzesvorlagen mitwirken. Konzerne sitzen schon direkt an den Hebeln des Staats- apparates. Der Vorstandsvorsitzende des Finanzkonzerns Wüstenrot Gert Haller wird ab dem 1. März 2006 Nachfolger von Michael Jansen als Chef des Bundespräsidialamtes. Als Staatssekretär wird er sein Amt ohne Salär ausüben. Für seinen Lebensunterhalt wird weiter sein Konzern sorgen, heißt es.

16.12.2005 | Was bleibt, ist eine zerstörerische, entzivilisierte Marktgesellschaft

Es gibt bei Schwarz-Rot keine erkennbar nachhaltigen Maßnahmen, um die Arbeitslosigkeit zu redu- zieren, es gibt keine Impulse für mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse. Die Anhebung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte ab 2007 wird zu weiteren Wachstumsverlusten führen. Die Leistungskürzungen für Arbeitslose, der halbierte Sparerfreibetrag, die stärkere Besteuerung von Über- gangsgeldern und Abfindungen, der verteuerte öffentliche Nahverkehr, die teilweise gestrichene Pendler- pauschale und der Wegfall der Eigenheimzulage dürfte auch mit einem Minus zu Buche schlagen. Die Binnennachfrage wird also weiter stranguliert. Steinbrück ist nix klüger als sein Vorgänger Eichel, eher noch dümmer. Auch sein Zahlenwerk ist auf Sand gebaut. Aus einer Stagnations- wird eine Deflations- wirtschaft. Die neue Regierung entlastet die Unternehmen und Vermögenden und belastet Arbeitnehmer und Verbraucher. Mit der großen Koalition, die die Politik der Agenda 2010 fortsetzt, kommt eine zer- störerische, entzivilisierte Marktgesellschaft. Wohin das führt, ist leicht abzusehen.

» Wer die deutsche Politik verstehen will, muß in Richtung EU-Kommission schauen. (PDF-Datei)

» Full spectrum dominance bedeutet die Kontrolle über Land, Meer, Luft und Weltraum, sowie aller zugehörigen Ressourcen.

Kriegseintritt

Der Tonkin-Zwischenfall, der zum Anlaß der US-Invasion in Vietnam genommen wurde, ist vierzig Jahre danach definitiv als Fälschung entlarvt. Der Angriff auf US-Kriegsschiffe im Golf von Tonkin im August 64 war wie die Erfindung der Massenvernichtungswaffen des Irak eine Kriegslüge. Der NSA Historiker Robert Hanyok hat herausgefunden, daß abgehörte Funksprüche absichtlich falsch wieder- gegeben und übersetzt wurden, um als Vorwand für den Kriegseintritt dienen zu können. heise online

02.12.2005 | Umfragen in der Frankfurter Rundschau und anderswo

..unser Rat: Glauben Sie diese Umfrageergebnisse nicht. Am besten, Sie lesen sie gar nicht. (Albrecht Müller, NachDenkSeiten) Dem schließe ich mich an. (mat)

Sind die Erwerbslosenzahlen nur gefälscht?

02.12.2005 | Die BA hat die Arbeitslosenzahlen vom November verkündet und erneut die tatsächliche Zahl von neun Millionen Erwerbslosen verschwiegen. Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich gegen den Trend um 25000 auf 4,531 Millionen. Glauben mag die Zahlen so recht niemand. 11 Prozent sind und bleiben arbeitslos.

Deutschland ist auf dem direkten Weg zum Dritteweltland

02.12.2005 | Jeder zweite Hauptschüler gilt mittlerweile als arm; ein Drittel aller Kinder lebt unter der Armutsgrenze, ein weiteres knapp darüber. Nur jedes dritte Kind lebt in Wohlstand. Das geht aus einer in Berlin vorgestellten Langzeitstudie hervor. Die Armut beginne mit den Bildungschancen, sagt die von der Arbeiterwohlfahrt beim Frankfurter Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) bestellte Unter- suchung. "Kindern, die arm sind, bleiben zukunftssichernde Bildungswege verschlossen", faßte AWO-Vorsitzender Wilhelm Schmidt vor Journalisten zusammen.

» Kritischer Journalismus (PDF-Datei)

» Die Regierung braucht Geld? Soll es sich das doch dort holen, wo es liegt! (HTML-Datei)

Scheiße fressen

Die Nahrungsmittelindustrie läßt die Menschen buchstäblich Scheiße fressen. Chemiecocktail gefällig? Kein Problem. Langen Sie einfach zu. Sollte Ihnen irgendwann mal ein drittes Ohr wachsen, wundern Sie sich nicht. Die Genindustrie hat sich fest im Lebensmittelbereich etabliert. Die Sauereien, die uns die Fleischmafia unterjubelt sind doch nicht schlimm, sagen Politiker. So wie es aussieht, ging sehr viel verdorbenes Fleisch an Dönerhersteller. Mahlzeit (!) [ 1 ]

Greenpeace testete Obst und Gemüse aus Supermärkten. Die Belastung durch giftige Spritzmittel ist zu hoch. Bei 27 von 112 untersuchten deutschen Gemüseproben besteht der Verdacht, daß illegale Pestizide eingesetzt wurden. In all diesen Fällen erstattete Greenpeace Anzeige. "Das Treiben des Lebensmittelhandels grenzt an kriminelle Geschäfte und gefährdet die Gesundheit der Verbraucher", wird kritisiert.
Verrottetes Fleisch, giftiges Obst - dafür trägt der Verbraucher die Verantwortung, sagen Handel und Produzenten. So einfach ist das. Vielleicht ist es auch nur Biopolitik (mat).

» Gylkol im Wein, Dioxin in Eiern, BSE in Fleisch. Jetzt also Gammelfleisch und Pestizidgemüse. (PDF-Datei)

26.11.2005 | Wirklichkeit hat Satire eingeholt

Die Image-Kampagne Du bist Deutschland, war immer umstritten. Aus dem Buch Ludwigshafen. Ein Jahrhundert in Bildern stammt die Fotografie, aufgenommen zwischen 1933 und 1935. Aus der Zeit des Nationalsozialismus, also. "Denn Du bist Deutschland" steht auf dem Banner, über dem Schriftzug das Konterfei von Adolf Hitler. Den Nazis ging es damals darum, das Schicksal des Volkes in die Hände des Führers zu legen. 32 Millionen lassen sich die Mächtigen im Land die Kampagne kosten. Unter den Unterstützern der Kampagne finden sich fast ausnahmslos alle großen deutschen Verlagshäuser, etwa 60 Zeitungen und Zeitschriften und elf Fernsehsender. Im Kino, im Fernsehen, auf der Straße, überall wird man derzeit von der Kampagne Du bist Deutschland verfolgt. Dem armen Schlucker soll vermittelt werden, daß ihn mit den Millionären, die in dem Spot auftreten, mehr als die gemeinsame Sprache ver- bindet. Die Kampagne wurde von der Bertelsmann AG ins Leben gerufen, um in Ruhe seine Profite ein- fahren zu können.

Forschungsgruppe Wahlen

25.11.2005 | Das Vertrauen der Deutschen in die Große Koalition wächst. Kanzlerin Merkel kommt bei fast 70 Prozent gut an, so das Ergebnis des aktuellen Politbarometers. Zu sehen ist dieser Blödsinn im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF). Glauben Sie denen nichts.
Angela Merkel wie auch Matthias Platzeck und dann dieser Müntefering, reden so einen Stuss, solchen Blödsinn. Sie sollten genau zuhören, es unbedingt nachlesen, um zu begreifen, auf welchem Niveau die inzwischen angekommen sind. Ohne Scham behaupten sie das Gegenteil von dem, was tatsächlich ab- läuft und von Seiten der neuen Regierung geschieht.

23.11.2005 | Pastorentochter Angela Merkel leistet Amtseid auf höhere Mächte

"So wahr mir Gott helfe" setzte die gelernte Physikerin als Abschluß an ihre Eidesformel. So weit, so gut! Ob sie Gott verehrt, oder die nationalen Konzernchefs anbetet, wird sich sehr bald zeigen. Wie all ihre Vorgänger liefert auch Angela Merkel einen Meineid ab. Sie hat nämlich keineswegs vor, Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden. Nein, im Gegenteil, sie hat ja schon angekündigt, wie, und auch wo sie dem Volk Schaden will. Kinder, Kranke, Rentner und Arbeitslose will sie ausplündern. Die Reichen sollen geschont werden. Wenn sie nach eintausend Tagen als Kanzlerin alles hinwirft ist sie Millionärin und hat wie Gerhard Schröder für alle Zeiten ausgesorgt.

Die Deutschen erwarten einer Umfrage zufolge von der neuen Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel keine Verbesserung der Lage auf dem Arbeitsmarkt. Vier von fünf Bundesbürgern glauben nicht daran, daß es dem neuen Kabinett gelingen wird, die Arbeitslosigkeit zu senken.
Der kontinuierliche Anstieg der Arbeitslosigkeit sowie das schwache Wachstum zeigen ganz deutlich: Die Wirtschaftspolitik der rotgrünen wie der vorangegangenen schwarzgelben Regierung ist gescheitert. Schwarz-Rot wird auch scheitern. Man muß sich nur einmal das Kabinett ansehen um das behaupten zu können. Profitpflege, Eigentums- und Vermögensschutz für eine gesellschaftliche Oberschicht sieht man dort als Hauptaufgabe an.

Professor Butterwegge ist heute zusammen mit 39 weiteren Kölner Genossen aus der SPD ausgetreten.

18.11.2005 | Christoph Butterwegge, Leiter der Abteilung Politikwissenschaft an der Universität Köln und Autor zahlreicher wissenschaftlicher Studien über Armut und Generationengerechtigkeit, ein wissen- schaftlicher Streiter für den Erhalt des Sozialstaates - erklärte heute, zusammen mit 39 weiteren Kölner SPD-Mitgliedern seinen Parteiaustritt.

Den Deutschen wird eine neoliberale Roßkur in allen sozialen Bereichen verordnet, wie es sie noch nie gegeben hat.

» Brüning läßt grüßen

18.11.2005 | Es ist vollbracht: Der Koalitionsvertrag von Union und SPD garantiert nicht nur neue Re- formen, er sorgt auch für den Rückgang des privaten Konsums um 30 Milliarden Euro. Das bedeutet, der Verlust einer halben Million Arbeitsplätze in Handel und Industrie ist absehbar. Schwarz-Rot gibt den Binnenmarkt auf. Ebenso die Arbeitsmarktpolitik. Im Koalitionsvertrag werden die fünf Millionen Arbeitslose nicht einmal mehr erwähnt. Auf Beschäftigungsförderung will Schwarz-Rot ganz verzichten. Rentenkürzungen sind weder ökonomisch noch demographisch bedingt, sondern politisch gewollt. Die bisherigen und die geplanten Reformen führen langfristig dazu, daß die gesetzliche Rente nur noch die Höhe der Sozialhilfe erreicht. Viele Rentner leben heute schon nahe oder unterhalb der Armutsgrenze.

Jedes Milliönchen gibt ein Tönchen

"Wir werden diesen Weg weiter gehen müssen",sagte der neue SPD-Chef Matthias Platzeck in der ARD. Er wolle den von Gerhard Schröder begonnenen Reformkurs fortsetzen. Der ist heute Millionär. Der neue SPD-Chef Matthias Platzeck nur brandenburgischer Ministerpräsident. Platzeck kann einem schon jetzt ein wenig leid tun. Seine Bewerbungsrede war schon sein erster großer Fehler als SPD- Parteivorsitzender. Die ARD ging am Abend des 15. November 2005 gleich so weit, zu behaupten, Platzeck werde bereits als neuer Bundeskanzler gehandelt. Dieser bemitleidenswerte Dummkopf, Bundeskanzler? Ein bisschen weit hergeholt.

Der Weg, Herr Platzeck, war auch 1931 das Ziel

15.11.2005 | Die SPD paktierte schon immer mit dem Großkapital. 1931 waren es Sozialdemokraten, die als erste in die NSDAP eintraten. 1945 stahlen sie die Spareinlagen der Deutschen. Nur die Spar- bücher der kleinen Leute wurden geplündert, nicht etwa die Aktienpakete der Kapitalisten. Das Geld, das die unteren Schichten haben, gehört ihnen nicht wirklich, sagten sie, es hat sich nur verirrt und muß nun durch sozialdemokratische Sparpolitik wieder dahin geleitet werden, wo es eigentlich hin- gehört, in die Taschen der Reichen und Superreichen. Seit 2004 stehlen Sozialdemokraten als Neo- liberale verkleidet das Geld der kleinen Leute und wieder lassen sie die Kapitalisten in Ruhe. Alles wiederholt sich - immer, und immer wieder.

Hegel schrieb einmal, daß sich die gleiche Geschichte zweimal zuträgt: Einmal als Tragödie und ein- mal als Farce. Es heißt aber auch: Geschichte wiederholt sich nicht! Doch wer sich die Gegenwart in der Bundesrepublik ansieht, stellt fest: Geschichte wiederholt sich in ihren Inhalten. Was wir jetzt er- leben, ist dem Sinn nach eine Wiederholung der Zeit von 1930 bis 1933; Die Kapitalisten können wieder mit Arbeitern umspringen, wie sie wollen. Was Reichskanzler Brüning in der Weimarer Republik per Notverordnung machte, wird heute per Gesetz durchgesetzt - von Hartz I bis Hartz IV. Heute wie 1928 paktiert die Sozialdemokratie mit dem Kapital und führt in großer Koalition einen gnadenlosen Krieg gegen das eigene Volk. Sogar die Amtskirche, Bischof Huber, biedert sich den Mächtigen wieder an. Bischof Huber bietet die aktive Unterstützung der Evangelischen Kirche für strukturelle Reformen an.

82,54 Millionen Deutsche haben heute ein Geldvermögen von 4000 Milliarden Euro, Immobilien im Wert von 5000 Milliarden und bis 2010 werden 2000 Milliarden oder mehr vererbt. Was erleben die Deutschen gerade? Wieder sind es Sozialdemokraten, die die unteren Schichten ausrauben. Es stimmt nicht, daß Kühe Milch geben. Die Bauern nehmen sie ihnen einfach weg.

Die Bilanz von Rot-Grün bis kurz vor Ende 2005: Heute sind Hiobsbotschaften vom Arbeitsmarkt Siegesmeldungen an der Börse.

Nullwachstum und Ansehensverlust in der ganzen Welt. Sieben Jahre lang stellte die SPD den Kanzler, von denen fünf Jahre lang die Wirtschaft stagnierte und die Arbeitslosigkeit auf über fünf Millionen stieg. Hartz IV hat dann millionenfache Verarmung bewirkt und die Staatskasse durch bürokratischen Aufwand unerwartet stark belastet. Niemals zuvor hatte eine Bundesregierung eine miserablere Wirtschaftsbilanz vorzuweisen. Niemals zuvor war die Bundesrepublik Deutschland in der Weltpolitik so unbedeutend wie in den vergangenen sieben Jahren.

Woran ist Schröder gescheitert?

Zweifellos an sich selbst! Gemeinsam mit Lafontaine hätte Schröder etwas bewegen können. Gerhard Schröder war der mit Abstand schwächste Kanzler, den die Bundesrepublik je hatte. Möglich, daß er diesen Rekord nicht lange halten wird.

[ 1 ] Bei den Schlachtabfällen handelt es sich um Abfälle der so genannten Kategorie 3. Das sind zum Beispiel Rinderfüße, Euter, Hörner, Hühnerskelette, Schweineschwarten und Blut. Diese dürfen seit der BSE-Krise nicht mehr an landwirtschaftliche Nutztiere verfüttert, geschweige denn in Lebensmitteln ver- wendet werden. Sie werden jedoch frei gehandelt. Keine Behörde weiß, welche Mengen in Deutschland anfallen und was damit genau geschieht. Mißbrauch ist dadurch Tür und Tor geöffnet.

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